Startseite » Service » Nachrichtenarchiv » Meldung

Kontakt

Lucius Tamm
(Dr. phil, Dipl. Ing. Agr. ETH)

Departement für Nutzpflanzenwissenschaften
Departementsleiter
Stellvertretender Direktor
Leitung Gruppe Pflanzenschutz-Pathologie
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-7238
Fax +41 (0)62 865-7273
lucius.tamm(at)fibl.org

CO-FREE: Europäisches Konsortium entwickelt Alternativen zum Kupfereinsatz im Ökolandbau

Das FiBL ist an einem neuen EU-Projekt beteiligt, das Strategien zum Ersatz von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln im integrierten und ökologischen Anbau entwickelt. Eine kürzlich freigeschaltete Website informiert über das Vorhaben.

Logo CO-FREE

Logo CO-FREE

Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln im Weinbau

Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln im Weinbau. Foto: FiBL

(17.09.2012) 

Kupferhaltige Pflanzenschutzmittel werden gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten, wie etwa den Falschen Mehltau an der Weinrebe oder die Kraut- und Knollenfäule bei der Kartoffel, angewendet. Im ökologischen Anbau gehören sie zur den erlaubten Mitteln.  EU-weit wird das Ziel verfolgt, Kupferpräparate in der Landwirtschaft langfristig durch Alternativen zu ersetzen. Die EU hatte deshalb ein internationales Projekt zum Kupferersatz ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt das Projekt CO-FREE, ein Konsortium von 21 Partnern aus 11 europäischen Ländern, das vom deutschen Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniert wird.

Bis Mitte 2016 wird das FiBL nun gemeinsam mit Vertretern verschiedener renommierter Forschungseinrichtungen sowie mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenarbeiten. Hierzu zählen auch viele Mitglieder der „International Biocontrol Manufacturers' Association“ (IBMA), mit welcher das FiBL jährlich die ABIM-Konferenz (www.abim.ch) organisiert. Das Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, Strategien für die vier wichtigsten Kulturen bei der Kupferanwendung im ökologischen Anbau zu entwickeln: Apfelschorf, Falscher Mehltau der Rebe, Braunfäule an Tomate sowie Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffel.

CO-FREE setzt dabei auf eine Kombination aus alternativen Präparaten, angepassten und weiterentwickelten Prognosemodellen, toleranten Sorten und unterschiedlichen Anbausystemen. Diese reichen von den gängigen Systemen mit Hochertragssorten bis hin zur extensiven Form der „Agro-Forestry“. Ein weiterer Teilaspekt des Projektes ist die Entwicklung neuer Züchtungsziele.

Begleitet werden die Arbeiten im Projekt von ökologischen Studien und sozio-ökonomischen Untersuchungen, die für die spätere Praxisumsetzung der Ergebnisse wichtig sind. Hier geht es z.B. um die Frage, wie die Verbraucherakzeptanz gegenüber neuen Sorten erhöht werden kann. Die jetzt freigeschaltete Homepage www.co-free.eu hält nähere Informationen für Praktiker, Berater und andere Interessierte bereit.

Weitere Informationen

Kontakt

Kontaktperson am FiBL: Lucius Tamm

Links


Meldungen zu diesem Thema