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Ariane Maeschli
(Dr. med. vet.)

Departement für Nutztierwissenschaften
FiBL
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CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-0428
Fax +41 (0)62 865-7273
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Michael Walkenhorst
(Dr. med. vet.)

Departement für Nutztierwissenschaften
Leitung Gruppe Tiergesundheit 
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Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-7286
Fax +41 (0)62 865-7273
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Tiergesundheit

  • Bestandes- und Komplementärmedizin

Der biologische Landbau hat sich zum Ziel gesetzt landwirtschaftliche Nutztiere a priori gesund zu erhalten, primär mit präventiven Massnahmen.  Die Tiergesundheit ist dabei von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel der Umwelt, der Fütterung, der Haltung, dem Sozialverhalten in der Herde sowie dem Management und der Betreuung durch den Menschen. Ganzheitliche Tiergesundheitskonzepte berücksichtigen diese Faktoren; sie sind die Basis der präventiven Bestandesmedizin.

In der Produktion tierischer Lebensmittel werden erkrankte Tiere mehrheitlich mit schulmedizinischen Medikamenten -  wie beispielsweise Antibiotika - behandelt.  Jedoch führt der häufige Einsatz von Antibiotika zur Entwicklung antibiotikaresistenter Keime, wie sie aktuell bei landwirtschaftlichen Nutztieren häufig anzutreffen sind. Zudem gelangen Tierarzneimittel über Kot und Urin wieder in die Umwelt und werden dort zum Teil nur schwer abgebaut.

Im biologischen Landbau sollen erkrankte Tiere vorzugsweise mit komplementärmedizinischen Methoden (zum Beispiel Phytotherapie oder Homöopathie) behandelt werden. Chemisch-synthetische Medikamente gilt es dabei auf ein Minimum zu reduzieren und nur im Notfall einzusetzen. 

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt  in der präventiven Bestandesmedizin. Diese ist auch die Grundlage des Erfolgs komplementärmedizinischer Methoden. Bei der Entwicklung und Präzisierung unserer Konzepte legen wir besonderen Wert auf Praxisrelevanz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

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Ariane Maeschli

  • Arzneipflanzen und Phytotherapie

Seit Menschengedenken werden Arzneipflanzen und deren einfache Extrakte (in der Regel komplexe Vielstoffgemische) zur Behandlung von Krankheiten bei Mensch und Tier eingesetzt. Noch bis vor rund 50 Jahren war die Phytotherapie ein Schwerpunkt der tierärztlichen Ausbildung. Pflanzliche Arzneimittel  hatten einen wichtigen Platz in der tierärztlichen Hausapotheke. Aktuell gibt es in der Schweiz jedoch nur noch drei zugelassene rein pflanzliche Tierarzneimittel, zwei davon für Nutztiere. Dennoch sind Arznei- und andere sekundärstoffreiche Pflanzen nicht gänzlich aus der Anwendung beim Tier verschwunden. Einerseits bilden sich eine zunehmende Zahl an Tierärztinnen und Tierärzten in der Veterinärphytotherapie weiter.  Andererseits hat der Einsatz pflanzlicher Hausmittel insbesondere durch Landwirtinnen und Landwirte eine ungebrochene Tradition auch in der Schweiz. Diese wird aktuell in einer Reihe von Projekten wissenschaftlich dokumentiert. Auch die historische Literatur zu Tierhaltung, Tierzucht und Tiermedizin bietet interessante  Ansatzpunkte.  Aktuelle pharmazeutische und klinisch humanmedizinische Forschungsergebnisse bestätigen nicht selten die Sinnhaftigkeit dieser traditionellen Anwendungen.

Das breite Spektrum pflanzlicher Sekundärstoffe und ihre pflanzenspezifischen Kombinationen bergen ein grosses und aktuell weitestgehend ungenutztes Potential zur Behandlung von erkrankten Einzeltieren aber auch zur Verbesserung der allgemeinen Tiergesundheit und nicht zuletzt zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei landwirtschaftlichen Nutztieren. Mit verschiedenen Forschungsprojekten soll dieses Potential (re)aktiviert  werden.

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Michael Walkenhorst

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