Startseite » FiBL Schweiz » Forschung » Nutztierwissenschaften » Parasitologie und Labor

Kontakt

Veronika Maurer
(Dr. sc. ETH)

Departement für Nutztierwissenschaften
Leitung Gruppe Tiergesundheit
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-7257
Fax +41 (0)62 865-7273
veronika.maurer(at)fibl.org

Kontakt

Steffen Werne
(Dr. Sc. ETH)

Departement für Nutztierwissenschaften
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-0451
Fax +41 (0)62 865-7273
steffen.werne(at)fibl.org

Kontakt

Erika Perler
(Biologie-Laborantin)

Departement für Nutztierwissenschaften
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-7259
Fax +41 (0)62 865-7273
erika.perler(at)fibl.org

Parasitologie und Labor

Parasitenüberwachungsprogramm für Pferde

Nur jedes fünfte Pferd ist so stark mit Kleinen Strongyliden befallen, dass es entwurmt werden muss. Als Alternative zur bisher üblichen Entwurmung aller Tiere "nach Plan" bietet das FiBL ein Parasitenüberwachungsprogramm zur selektiven Entwurmung der stark befallenen Pferde nach dem Grundsatz "so wenig wie möglich – so viel wie nötig" an. Die selektive Entwurmung entspricht den Anforderungen des Biolandbaus, verhindert die Selektion von resistenten Parasiten, schont das Bodenlebewesen und entlastet das Portemonnaie.

Flyer zum FiBL-Untersuchungsangebot für Pferde (1.7 MB)
Formular zur Anmeldung von Laboruntersuchungen (242.4 KB)

Parasitologie

Infektionen mit Parasiten gehören zu den bedeutendsten Gesundheitsproblemen von landwirtschaftlichen Nutztieren. Im Fokus stehen Wurmparasiten, parasitäre Insekten und Milben sowie Kokzidien. Auf Biobetrieben ist mit erhöhten parasitären Problemen zu rechnen, da die Tiere einerseits durch die geforderte Weide- und Auslaufhaltung vermehrt in Kontakt mit Parasiten kommen und andererseits prophylaktische medikamentöse Behandlungen verboten sind. Derzeit ist auf biologischen wie auf konventionellen Betrieben die Entwurmung mit synthetischen Wirkstoffen üblich. Deren Einsatz ist oft problematisch (reduzierte Wirksamkeit durch Resistenzen, Rückstände, Einfluss auf Bodenlebewesen). In den vergangenen Jahren wurden sowohl nichtmedikamentöse Kontrollstrategien (z.B. Weidemanagement, Selektion widerstandsfähiger Tiere) als auch verschiedene Kontrollstrategien auf Basis sekundärer Pflanzenstoffe (bioaktive Futterpflanzen) oder antiparasitärer Pilze (biologische Kontrolle) beforscht. Einige dieser Strategien sind noch in Entwicklung, andere können bereits implementiert und vor allem auch ihre additiven Effekte genutzt werden.

Kontakt

Labor Nutztierwissenschaften

Die Hauptaufgaben des Parasitologielabors bestehen in der parasitologischen Diagnostik und der Durchführung von Laborversuchen im Rahmen von FiBL-Forschungsprojekten. Das diagnostische Spektrum umfasst mehr als zwanzig etablierte Methoden für den Nachweis, die Quantifizierung und die Charakterisierung von Eiern, Larven und adulten Magen-, Darm- und Lungenwürmern, Leberegeln sowie Kokzidien. Unser methodischer Schwerpunkt liegt dabei auf der mikroskopischen Untersuchung von Kotproben aller Nutztierarten.
So führt unser Labor die Diagnostik für das Parasitenüberwachungsprogramm des Schweizerischen Beratungs- und Gesundheitsdienstes für Kleinwiederkäuer (BGK) durch. Im Rahmen dieses Überwachungsprogramms untersuchen wir jährlich ca. 7000 Kotproben von Schafen, Ziegen, Hirschen und Neuweltkameliden. Zudem ermitteln wir im Auftrag von Tierhaltern und Tierärzten den Parasitenbefall von Rindern, Hühnern und Pferden.
Wir haben zudem Prüfverfahren zur Bewertung alternativer Kontrollstrategien von inneren und äusseren Parasiten entwickelt, welche wir vorwiegend in Forschungsprojekten einsetzen. Dabei wird beispielsweise untersucht, welchen Effekt pflanzliche Wirkstoffe auf die Entwicklung von Magen-Darmwürmern oder Vogelmilben haben. Wir übernehmen auch Laborarbeiten weiterer Forschungsprojekte unseres Departements, zum Beispiel die Nassfraktionierung von Rinderkot, die Aufbereitung von Milchproben oder die Raufutteranalyse.

Kontakt