Kontakt

Lothar Greger
(Mag.)

FiBL
Doblhoffgasse 7/10
A-1010 Wien

Telefon +43 (0)1 9076313-35
lothar.greger(at)fibl.org

System(at)isch zu mehr Bio

Systemisches Denken begreift die Welt in Systemen, die miteinander auf unterschiedliche Weise in Beziehung stehen. Viele Eigenschaften, die ein System hervorbringt, können in den einzelnen Teilen dieses Systems nicht abgebildet werden. Vielmehr beruhen diese auf dem Zusammenwirken des Ganzen: Das Ganze ist eben weit mehr als nur die Summe seiner Teile.

Der Mehrwert von Bio wird allerdings meist an verschiedenen einzelnen Vorzügen wie z.B. geringere Schadstoffbelastung oder artgemäße Tierhaltung festgemacht. Der einzigartige Mehrwert biologischer Lebensmittel, der sich systemisch betrachtet aus der Summe aller Vorzüge ergibt, bleibt unerwähnt und somit von vielen Konsumentinnen und Konsumenten unerkannt.

Das Projekt "System(at)isch zu mehr Bio" wurzelt in der These, dass Systemisches Denken eine der Schlüsselkompetenzen für zukünftige Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten ist. In der Kommunikation mit Konsumentinnen und Konsumenten ist es daher unerlässlich deren systemische Intelligenz zu fördern und ihr ganzheitliches Verständnis weiter zu entwickeln. Diese Kompetenz ermöglicht wichtige Erfahrungen und Einsichten:

  • Den multiplen Mehrwert von Bio-Lebensmittel besser verstehen.
  • Den Zusammenhang zwischen dem eigenen Kaufverhalten, den persönlichen Einstellungen und den gesellschaftlichen Mustern und Trends herstellen.
  • Die Verbindung zwischen Kaufabsicht und tatsächlicher Alltagsroutine erkennen.
  • Den Zusammenhang zwischen Suffizienzstrategien sowie praktischen Fertigkeiten zur Bewältigung von Alltagsroutinen als Voraussetzung für leistbaren Biokonsum entdecken.
  • Gesellschafts- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen erkennen, die den eigenen Transformationsprozess im Sinne neuer Suffizienzstrategien derzeit noch behindern und den einfachen Erwerb von Bio-Lebensmitteln im Rahmen der Alltagsroutine erschweren.

Im Rahmen einer Literaturstudie wird nationales und international vorhandenes Wissen gesammelt, gefiltert und strukturiert. Darauf aufbauend sollen vor allem gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern geeignete Kommunikationstools für systemisches Denken am Beispiel Bio-Lebensmittel abgeleitet und entwickelt werden sowie das ganzheitliche Verständnis der Jugendlichen gefördert werden.

Weitere Informationen

Kontakt

Lothar Greger