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Medienmitteilung vom 14.09.2004

Bessere Statistikdaten zum Biolandbau

Umfassende Dokumentation jetzt erschienen

Logo EISfOM

Der europäische Markt für Bioprodukte wächst rasch, die ökologisch bewirtschaftete Fläche nimmt stetig zu. Um auch in Zukunft Investitionen und Förderungen für den Biolandbau zielgerichtet planen zu können, brauchen politische Entscheidungsträger und Investoren zuverlässige Produktions- und Marktdaten. Eine soeben erschienene Zusammenstellung zeigt den aktuellen Stand der Datenerhebung zum ökologischen Landbau in Europa auf. Der Tagungsband der ersten europäischen Konferenz zu Informationssystemen zum ökologischen Landbau entstand im Rahmen des EU-Projekts EISFOM. Er wird vom FiBL herausgegeben.

Die Beteiligten am EU-Projekt Europäische Informationssysteme zum ökologischen Landbau (EISfOM) erarbeiten über den Projektzeitraum von drei Jahren Vorgaben, wie statistische Daten zum Biolandbau zuverlässig erhoben werden können. Derzeit sind die Erhebungsmethoden auf nationaler Ebene noch sehr unterschiedlich. Für einzelne Länder liegen widersprüchliche Produktionsdaten vor; die Marktstatistiken basieren oft nur auf groben Schätzungen. Verlässliche Zeitreihendaten existieren fast ausschliesslich für die Anzahl an Biobetrieben und die bewirtschafteten Flächen im Biolandbau.

Das jüngste Expertentreffen zeigte, dass von offizieller Seite und auch vom privaten Biosektor erhebliche Anstrengungen gemacht werden, die Datensammlung zu verbessern und auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Allerdings besteht noch viel Handlungsbedarf, und man erhofft sich wichtige Hinweise aus dem EISFOM-Projekt, wie die Datenerhebung weiter optimiert werden kann. Der Diskussionsprozess läuft während der gesamte Projektlaufzeit (2002 – 2005) über das so genannte EISFOM-Membernet (Internetzugang), an dem thematisch Interessierte teilnehmen können. Noch präzisere Empfehlungen für die Datenerhebung sollen auf der nächsten Statistikkonferenz im Oktober 2005 gegeben werden.

Der Tagungsband der ersten europäischen Konferenz zu Informationssystemen zum ökologischen Landbau, die kürzlich in Berlin stattfand, enthält mehr als 50 aktuelle Beiträge von Fachleuten von statistischen Ämtern, der europäischen Statistikbehörde Eurostat, der Europäischen Kommission, der Welternährungsorganisation FAO, der Internationalen Vereinigung der Biolandbau-Organisationen IFOAM, weiterhin des privaten Biosektors, von Wissenschaftern und Marktforschungsinstituten. Vorgestellt werden Aspekte zur Datenerhebung in den Bereichen Produktion, Markt, Betriebswirtschaft, Verbraucher und Versorgungsbilanzen.    

FiBL - Kontakt

Dr. Toralf Richter und Dr. Helga Willer
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Ackerstrasse, CH-5070 Frick

Bibliographische Information

Recke, Guido; Willer, Helga; Lampkin, Nic; Vaughan, Alison, Eds. (2004) Development of a European Information System for Organic Markets - Improving the Scope and Quality of Statistical Data. Proceedings of the 1st EISfOM European Seminar, held in Berlin, Germany, 26-27 April, 2004. Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Frick, Schweiz    

Bestellung/ Download

Die gedruckte Version des Tagungsbandes kann direkt beim FiBL oder über den FiBL-Shop auf der FiBL-Homepage, Bestell-Nummer 1339, bestellt werden.

Die elektronische Version des Tagungsbandes kann über den FiBL-Shop oder über die Projekthomepage www.eisfom.org abgerufen werden.
Bestellung/ Download    

Weitere Informationen zum Projekt EISfOM

Ausführliche Informationen zum Projekt Europäisches Informationssystem für Biomärkte (EISfOM; European Information Systems for Organic Markets) stehen über die Projekthomepage www.eisfom.org zur Verfügung. Hier ist ebenfalls die Anmeldung zum Membernet, dem Diskussionsforum für Fachleute, möglich.
Die beschriebenen Forschungsarbeiten wurden von der Europäischen Kommission durch den Vertrag QLK5-CT-2002-02400 European Information System for Organic Markets (EISfOM) finanziell gefördert. Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemeldung sind jedoch allein die Verfasser und nicht die Europäische Kommission.

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