Newsletter BÖLN-Forschungsberichte

Alle Forschungsvorhaben, Forschungsergebnisse und Termine auf einen Blick: Der monatliche E-Mail-Newsletter zur Forschung im ökologischen Landbau (im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN))

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1. Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) und Eiweißpflanzenstrategie: Neue Forschungsvorhaben

Themenbereich Pflanze

+ Fruchtfolgen für optimierte Nutzung der Bodenressourcen: Mischanbau allorhizer und homorhizer Arten zur komplementären Durchwurzelung des Ober- und Unterbodens (Verbundvorhaben) (FKZ 18OE024, FKZ 18OE045, FKZ 18OE046, FKZ 18OE047 und FKZ 18OE048)
Ziel eines neuen Forschungsvorhabens ist die Reduzierung von Ertragslücken im ökologischen Ackerbau durch Optimierung der Mobilisierung von Wasser und Nährstoffen aus der Festphase des Bodens. Grundlage dafür ist die Förderung ausgedehnter Wurzelsysteme durch eine für die Bodenmikrobiologie und das Wurzelwachstum günstige Bodenstruktur. Hierzu sollen spezifische Zwischen- und Vorfrüchte angebaut werden, die verschiedene Bodenschichten durchwurzeln. Neben Bodenstruktureffekten werden die unterschiedlichen Abbaugeschwindigkeiten der Wurzeln der Gemengepartner berücksichtigt, mit dem Ziel einer möglichst gleichmäßigen Nährstoffanlieferung für die Nachfrüchte. An dem Verbundvorhaben sind die Universitäten Bonn, Göttingen und Kassel sowie der Forschungsring e.V. Darmstadt beteiligt.
orgprints.org/34080/

2. BÖLN und Eiweißpflanzenstrategie: Forschungsergebnisse

Themenbereich Lebensmittel

+ Entwicklung von Qualitätstandards und optimierten Verarbeitungsverfahren für biologisch angebaute Produkte (FKZ 14OE006 und FKZ 14OE007)
Verbesserte Trocknungs- und Kühl-/Gefrierverfahren für Bioprodukte im Hinblick auf Nachhaltigkeit und objektive Produktqualitätskriterien zu entwickeln, war das Ziel des SusOrganic Projektes. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das Superchilling, als auch die Trocknung die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten ökologischer Lebensmittel verbessern können, insbesondere bei weiten Entfernungen zwischen Verarbeiter und Markt. Das Projekt wurde von Mitarbeitern der Universität Kassel und der Meridian Fruchthandelsgesellschaft mbH in Altdorf bearbeitet.
orgprints.org/34058/

Themenbereich Ökonomie

+ Verbesserte Transparenz im Naturkostmarkt: Datenerhebung Naturkostfacheinzelhandel unter Berücksichtigung der Ausbildungsangebote (FKZ 15OE007)
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. hat bei der Erhebung der Strukturdaten des Naturkostfachhandels bei den stationären Verkaufsstellen seit 2010 einem Zuwachs von sieben Prozent festgestellt. Derzeit gibt es 2.516 Naturkostfachgeschäfte. Die Läden sind im Durchschnitt größer als 2010, vor allem die Anzahl der Bio-Supermärkte ab 400 m² hat stark zugenommen. Die Bio-Fachgeschäfte bis 399 m² stellen mit einem Anteil von 60 Prozent allerdings immer noch den größten Teil der Verkaufsstellen dar. Viele Verkaufsstellen erweitern ihr Angebot mittlerweile mit Zusatzangeboten wie Café, Bistro, Lieferservice oder Online-Shop. Der Grad der Diversifizierung hat zugenommen.
orgprints.org/34095/

Themenbereich Pflanze

+ Einfluss von Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Struktur und Funktion der Bodenmikroflora (FKZ 11OE001)
Im ökologischen Landbau wird in der Regel konventionell gepflügt, um auch unter umweltschonender Bewirtschaftung möglichst hohe Erträge zu erzielen. Im Rahmen eines Projektes am Helmholtz Zentrum München wurde untersucht wie sich reduzierte Bodenbearbeitung auf das Mikrobiom auswirkt. Da Pflügen insbesondere die Bodenstruktur zerstört, lag der besondere Fokus auf dem bakteriellen Potential strukturbildende Substanzen wie Exo-(EPS) und Lipopolysaccharide (LPS) zu produzieren.
orgprints.org/34142/

+ Entwicklung von „near isogenic lines“ als Basis zur nachhaltigen Züchtung von Basilikum-Sorten mit Resistenz gegen den Falschen Mehltau (FKZ 12NA045 und FKZ 12NA115)
Der Anbau von frischem Basilikum wird seit einigen Jahren regelmäßig durch das Auftreten des Falschen Mehltaus bedroht. Verursacht wird der Befall durch den Erreger Peronospora belbahrii, für den es derzeit kein geeignetes Verfahren zur Kontrolle gibt. Eine Strategie, dem Auftreten des Falschen Mehltaus entgegen zu wirken, ist der Anbau von resistenten Sorten. Ziel des Projektes war daher die Erstellung von Near Isogenic Lines (NILs) von Basilikum mit Resistenz gegenüber dem Erreger des Falschen Mehltaus als Basis für eine Marker-basierte Züchtung von Basilikumsorten. Ein weiteres Ziel war es zu prüfen, ob die epidemiologische Entwicklung des Falschen Mehltaus im Basilikumbestand durch Reduktion der relativen Luftfeuchtigkeit unter Gewächshausbedingungen reduziert werden kann. Das Projekt wurde am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Aschersleben bearbeitet.
orgprints.org/34211/

Themenbereich Tier

+ Entwicklung und Implementierung eines Zuchtkonzeptes zur Produktion von Jungsauen zur Eigenremontierung und zum Verkauf im ökologischen Landbau (FKZ 15OE105)
Ziel einer Studie an der Justus-Liebig-Universität Gießen war die Implementierung eines praktikablen Systems zur Erfassung von Wurfqualitätsmerkmalen beim Schwein in partizipierenden ökologischen Betrieben, um darauf basierend eine Zuchtwertschätzung durchführen zu können. Die ausgewählten Wurfqualitätsmerkmale waren das Geburtsgewicht der Ferkel, Wurfausgeglichenheit und Ferkelvitalität. Weiteres erfasstes Merkmal waren die Anzahl lebend geborener Ferkel. Des Weiteren wurden im Projekt genetische Parameter und Zuchtwerte für funktionales Exterieur und Langlebigkeit der Sau geschätzt.
orgprints.org/34057/

+ Stressresistenz und -adaption von Forellen aus Intensiv- und Extensivhaltung unter definierten Haltungsbedingungen bei besonderer Berücksichtigung ökologischer Produktionspraktiken (FKZ 13NA002)
Forellen unterschiedlicher Herkunft auf die bestmögliche Anpassungsfähigkeit und größte Stressresistenz in Bezug auf vorgeschriebene ökologische Haltungsbedingungen zu untersuchen war das Ziel eines Forschungsprojektes. Hierbei sollten neue valide, minimal invasiv messbare Stressparameter etabliert werden. Die Ergebnisse stellen die Grundlage dar, um zukünftig praktische Detektionssysteme – vergleichbar mit einem Diabetestest – auch in Hinblick auf Aquakultur 4.0 entwickeln zu können. Bearbeitet wurde das Projekt von Mitarbeitern der Christian-Albrechts-Universität Kiel, der Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sowie dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie.
orgprints.org/34210/

3. Termine

26. Januar 2019
19. Saatguttagung
www.zukunftsstiftung-landwirtschaft.de/saatgutfonds/aktuelles/termine/saatguttagung-2019/

5. - 8. März 2019
Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau
www.soel.de/projekte/wissenschaftstagung/

3. - 4. Juli 2019
Öko-Feldtage 2019
www.oeko-feldtage.de