bioaktuell 9 / 05
Die Spitze der Bio Suisse war mit der Macht auf gleicher Augenhöhe: Bundesrat Joseph Deiss besuchte auf Einladung des Verbands einen Biohof, um über die Zukunft der Schweizer Agrarpolitik, über AP 2011, zu diskutieren. Im Vordergrund stand aber das Gentech-Moratorium. Deiss ist überzeugt, dass die Gesetzesgrundlagen die Biobauern genügend vor GVO schützen.
Die Angriffe auf die Biomilchqualität Ende Oktober in den Schweizer Medien beruhten vor allem auf Meinungen und Interpretationen. Die Qualität von Biomilch sei nicht besser als diejenige von IP-Milch. Und Biotiere seien unterernährt. Mit diesen Aussagen wurde Professor Jürg Blum von der Universität Bern in den Medien zitiert. Seine Äusserungen gehen auf zwei Doktorarbeiten zurück. bioaktuell zeigt auf, was genau in den zitierten Studien steht. Das exakte Studium der Arbeiten zeigt, dass Blums Schlussfolgerungen nicht zulässig sind.
Die Qualität von Biomilch ist mehr als Zellzahlen und Keimzahlen. Sie kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung erfasst werden. Dazu gibt es auch interessante Erkenntnisse aus einer Reihe von Studien.
Noch nie wurde in der Tagespresse so leidenschaftlich über Zellzahlen und Zuchtziele debattiert. Drei Tage dauerte der Wirbel um die Berner Biomilchstudie. bioaktuell hat die über 30 Zeitungsartikel zum Thema gelesen und bringt den Ablauf des vermeintlichen Skandals mit den interessantesten Voten.
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