bioaktuell 7 / 04
Ein bedeutender Teil der Schweizer Biohöfe befindet sich
in Gebieten, in denen auch der Tourismus floriert. In diesen Regionen
ist ein einvernehmliches Verhältnis zwischen Landwirten, Verkehrsverein
und Feriengästen von grosser Bedeutung. Wie dieses Mit- und
Nebeneinander konkret ausgestaltet werden soll, drüber gehen
die Meinungen weit auseinander, wie das Beispiel der Alp Flix in
Graubünden, der Ferienecke der Schweiz zeigt. Dort kämpfen
Biobäuerinnen und Biobauern für einen sanften, nachhaltigen
Tourismus.
Alle paar Jahre fordert jemand, in der Schweiz eine Light-Version
des Biolandbaus einzuführen. Diesmal ist die Reihe am Schweizerischen
Getreideproduzentenverband, der die Aufhebung des gesamtbetrieblichen
Biolandbaus als sinnvolle Strategie anschaut, die Inlandproduktion
von Biogetreide anzukurbeln und den Inlandanteil zu erhöhen.
Die BIO SUISSE protestiert scharf gegen dieses Ansinnen.
Wie können gentechfreie Produktion und Gentech-Landwirtschaft
in Zukunft nebeneinander leben, wenn sich der Anbau von transgenen
Pflanzen durchsetzen wird? Diese Frage der „Koexistenz“ wird
europaweit diskutiert. Im Auftrag des WWF untersuchte das FiBL,
welch konkreten Schwierigkeiten die „Koexistenz“ dem
einzelnen gentechfreien Hof bringen wird.
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