bioaktuell 3 / 04
Ende Monat kommt ein neues Produkt auf den Markt: Ein Schlummertrunk
aus dem Biostall, den die Biobäuerin Bettina Springer auf
ihrem kleinen Biohof in der Nähe von Winterthur entwickelt
hat. Während der Nacht verfinstert sie den Stall vollständig,
tagsüber sind die Kühe am Licht. Auf diese Weise schütten
die Kühe grössere Mengen des Schlafhormons Melatonin
aus, welches dann auch in der Milch erhöht enthalten ist.
Die „Nachtmilch“, wie die Schlummermilch heisst, wird über
Reform- und Bioläden vermarktet und könnte eine Überlebensstrategie
für den kleinen Hof sein.
In einer Umfrage hat sich das FiBL mit der Lage der Milchproduktion
auf den Biohöfen auseinandergesetzt. Eine Zucht, die dem Biolandbau
und dem Standort angepasst ist, idt den meisten Höfen ein
Anliegen. Dazu verwenden viele den Ökozuchtwert. Weitaus am
häufigsten anzutreffen sind auf Biohöfen Kühe der
Braunviehrasse.
Vorsicht mit Latexhandschuhen: Das Kantonale Labor Zürich
hat die Vermarktung von Biosalaten verordnet, die minime Spuren
eines Fungizides aufwiesen. Die Spuren sind so gering, dass nur
dieses eine Labor fähig ist, sie zu messen. Sie stammen vermutlich
aus dem Abrieb von Latexhandschuhen, die beim Verpacken getragen
wurden.
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