Endoparasitenkontrolle bei Wiederkäuern
Bedingt durch ihre Haltung werden Weidetiere von Wurmparasiten befallen, die sowohl aus ökonomischen wie aus tierschützerischen Gründen kontrolliert werden müssen. Derzeit ist auf Bio- wie auf konventionellen Betrieben die Entwurmung mit synthetisierten Wirkstoffen üblich. Da deren Einsatz ist problematisch ist, sind alternative Kontrollmassnahmen nötig.
Bei den Arbeiten des FiBL stehen drei Lösungsansätze im Vordergrund:
Bei Rindern bleibt der Magen-Darmwurmbefall bei geschickter Weideführung oft auf einem unproblematischen Niveau, so dass keine zusätzlichen Behandlungen nötig sind.
Als zusätzliche Massnahme ist die biologische Kontrolle mit nematophagen Pilzen (Duddingtonia flagrans) in Entwicklung. Dabei werden den Tieren Pilzsporen verfüttert, die mit dem Kot ausgeschieden werden, dann ein Myzel bilden und die infektiösen Wurmlarven zerstören.
Ein dritter Ansatz basiert auf dem Einsatz von Pflanzen mit erhöhtem Gehalt an kondensierten Tanninen oder anderen anthelminthischen Inhaltsstoffen. |