Biologische Geflügelhaltung für Eierproduktion und Mast
Im Geflügelbereich hat das FiBL zurzeit zwei Arbeitsschwerpunkte.
- Verbesserung der Nutzung des Grünauslaufs:
Obwohl Hühnern im Biolandbau in der Schweiz eine Weide zur Verfügung steht, nutzt nur ein kleiner Teil der Herde diese Möglichkeit. Oft bleiben die Tiere in Stallnähe und zerstören so die Grasnarbe in diesem Bereich. Weitere Probleme dieser einseitigen Nutzung sind Nährstoffanreicherung durch Kot und erhöhte Parasitenbelastung. In Versuchen wird nach einer geeigneten Bewirtschaftungsmethode und einer Auslaufgestaltung, die den Bedürfnissen der Hühner entspricht, gesucht. Ziel ist es, eine gute und gleichmässige Nutzung der Weide zu erreichen.
- Legehennenhaltung mit Mauser:
Legehennen werden üblicherweise nur ein Jahr gehalten, obwohl sie grundsätzlich länger genutzt werden können. Dies wird sowohl im konventionellen als auch im biologischen Landbau so gehandhabt. Nach dieser Legeperiode mausern sich die Hühner natürlicherweise (Gefiedererneuerung und Legepause). In grossen Herden muss diese Mauser künstlich ausgelöst werden, um Probleme wie z.B. Kannibalismus zu vermeiden. Ausgelöst werden kann die Mauser durch die Reduktion der Tageslänge und den Entzug von nährstoffreichem Futter. Diese Massnahmen stellen eine Belastung für die Hühner dar. Deshalb ist das künstliche Auslösen der Mauser im biologischen Landbau in der Schweiz verboten. Zurzeit wird nach einer Methode gesucht, die Mauser mit möglichst geringen Belastungen für die Henne auszulösen.
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