Förderung von bäuerlichen Inititaitiven zur gemeinschaftlichen Vermarktung (COFAMI)
Problemstellung
Bedingt durch den Konzentrationsprozess im Handel sehen sich die Landwirte heute zunehmend einer immer kleiner werdenden Zahl von Abnehmern gegenüber. Dadurch ist die Marktmacht auf Seiten der Abnehmer spürbar gestiegen. Des weiteren führte diese Entwicklung dazu, dass die Ansprüche an die Vermarktung im Hinblick auf die zu erbringende Quantität, Qualität und Kontinuität für die Landwirte deutlich gestiegen sind. Vor diesem Hintergrund bieten sich gemeinschaftliche Vermarktungsinitiativen als eine Vermarktungsstrategie an, um das Einkommen der Produzenten wie aber auch die ökonomische Wirtschaftskraft ländlicher Regionen zu stärken. In der Realität ist jedoch festzustellen, dass Landwirte kollektiven Strukturen kritisch gegenüberstehen und nur in begrenztem Ausmass bereit sind, ihre Ideen, ihr Kapital und ihre Erfahrungen zu teilen und gemeinsam zu nutzen.
Projektziele
Ziel des Projektes ist es, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren zu identifizieren und zu analysieren, die die Landwirte davon abhalten, verstärkt in kooperativen Formen zusammenzuarbeiten, um ihren Marktanteil und ihre Marktmacht im Lebensmittelsektor zu sichern. Durch nationale Status-quo-Analysen und vertiefende Fallstudien sollen eine Vielzahl von in Europa existierenden Vermarktungsinitiativen und ihr Umfeld in die Forschungsarbeiten mit einbezogen werden und Strategien zur Überwindung der Kooperationsbarrieren entwickelt werden.
Projektlaufzeit: 2005 bis 2007 |