Auswirkungen der WTO-Doha Runde auf den Biolandbau (WTO)
Problemstellung
Die derzeitige WTO-Agrarhandelsliberalisierung (Doha Runde 2001-2005) stellt für die schweizerische Landwirtschaft eine grosse Herausforderung dar, der viele Akteur/innen mit Skepsis gegenüberstehen. Bedingt durch den hohen Agrarschutz ist die Landwirtschaft in der Schweiz, insbesondere in den Berggebieten, derzeit nur bedingt international wettbewerbsfähig. Wenn am Ende der Verhandlungen die WTO Vertragspartner eine weitere Reduktion der Preisstützungen und Öffnung der heimischen Märkte beschliessen, wird der schweizerische Agrarsektor durch steigende Importe zunehmend unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund ist es für die Bäuerinnen und Bauern wichtig zu wissen, mit welcher Betriebsstrategie sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Betriebs optimieren können. Angesichts der begrenzten Intensivierungskapazitäten vieler Betriebe und der steigenden Nachfrage nach biologisch erzeugten Produkten stellt sich die Frage, inwiefern der biologische Landbau eine mögliche Option für die Zukunft sein könnte.
Projektziele
Ziel des Projektes ist es zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Umstellung auf eine biologische Wirtschaftsweise für Betriebe eine geeignete Betriebsstrategie sein kann, um in der Zukunft am Markt erfolgreich operieren zu können. Diese Frage soll mit Hilfe eines sektor-konsistenten Betriebsgruppenmodells untersucht werden, welches die Auswirkungen verschiedener Liberalisierungsszenarien auf das Einkommen und die Faktorallokation biologisch und konventionell/integriert wirtschaftender Betriebe untersucht.
Projektlaufzeit: 2003 bis 2005 |