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Ziel, Zweck und Organisation des Betriebsnetzes

Ziel des Betriebsnetzes

  1. Das FiBL hat zwei Gründe für das Lancieren des Betriebsnetzes:
    Einerseits sind für die Biolandbauforschung und –beratung zuwenig ökonomische Grundlagendaten vorhanden. Bisher werden Kennzahlen über Einkommen und Kosten von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) zentral ausgewertet. Diese Zahlen sollen nun mit neuen Daten aus Buchhaltungen ergänzt werden. Zu Grundlagendaten gehören aber auch Produktionskosten, Rentabilitäten verschiedene Betriebszweige, sowie die Erhebung von Produktionstechniken für ökonomische Modelle, die am FiBL bearbeitet werden.

  2. Auf der anderen Seite soll die ökonomische Forschung vermehrt in Zusammenarbeit mit den Landwirten durchgeführt werden. Ökonomische Themen, die den am Netz beteiligten Landwirten wichtig scheinen, werden gesammelt und bearbeitet. Der Begriff „ökonomische Themen“ umfasst sowohl Themen der Agrarpolitik, der Verbandspolitik, der Betriebswirtschaft (Produktionskosten, Strategiefindung, …), der Vermarktung von Bioprodukten als auch soziale Themen wie Arbeitsbelastung oder Lebensqualität.
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Nutzen des Betriebsnetzes für Landwirte

Kenntnisse der Ökonomie im Biolandbau nützen den Landwirten, da durch sie für Beratung und Politik bessere Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden können. Auch für strategische Entscheidungen auf dem eigenen Betrieb sind solche Daten dienlich.
Durch eine intensivere Zusammenarbeit von Forschung und Praxis profitieren die Landwirte direkt, indem sie sich neues Wissen aneignen, die ökonomische Forschung am FiBL ein Stück weit mitbestimmen können und aus den Projekten direkten Nutzen für den eigenen Betrieb ziehen können.

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Beteiligte Betriebe

Jede Betriebsgruppe soll 5 Betriebe beinhalten. Die folgende Tabelle zeigt die im Netz vorhandenen Betriebsgruppen.

Betriebstyp Grösse
Tal
Hügel
Berg
Spezialkulturen (Gemüse, Kräuter) 10-20 ha
5
---
---
Spezialisierte Milchviehbetriebe 10-20 ha
5
5
5
Spez. Milchviehbetriebe Romandie 30-50 ha
---
---
5
Spez. Mutterkuhbetriebe 10-20 ha
---
---
5
Spez. Mutterkuhbetriebe, Romandie 30-50 ha
---
---
5
Rindvieh: Aufzucht/Mast 10-20 ha
---
---
5
kombinierte Betriebe mit Veredlung (Schweine/Hühner) 10-20 ha
5
---
---
kombinierte Betriebe 10-20 ha
5
5
5

Erklärung der Betriebstypen:

  • Spezialkulturen: mindestens 10% der offenen Ackerfläche besteht aus Gemüse- oder Kräuteranbau
  • Milch: Vorwiegend oder ausschliesslich Milchproduktion
  • Mutterkühe: Vorwiegend oder ausschliesslich Mutterkühe
  • Anderes Rindvieh: Betriebe ohne Milchkontingent, mit Rindviehaufzucht oder Mast
  • Kombiniert Veredlung: kombinierte Betriebe mit Hühnermast, Eierproduktion oder Schweinemast/-aufzucht
  • Andere kombinierte Betriebe: kombinierte Betriebe, die in keine andere Gruppe passen: vielseitige Betriebe, die „von allem ein wenig“ machen.
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Standorte der Betriebe, die bisher am Betriebsnetz teilnehmen

Standorte der Betriebe, die bisher am Betriebsnetz teilnehmen

 

 

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 27.04.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

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