FiBL-Shop
FiBL > Forschung > Phytopathologie > Krautfäule-Bekämpfung
Bodenwissenschaften
Anbautechnik Pflanzenbau
Phytopathologie
Entomologie
Tiergesundheit
Tierzucht und Tierhaltung
Veterinärparasitologie
Sozioökonomie
Lebensmittelqualität und
-sicherheit
Forschungskommunikation
Gentechnik
Landwirtschaft
Saatgut
Pflanzenschutz
Qualitätssicherung
Rückverfolgbarkeit
Betriebsmittel
Tiergesundheit
Wissenstransfer
Lebensmittelqualität
 

Krautfäule-Bekämpfung im Bio-Kartoffelbau (Blight-MOP)

Lucius Tamm, Bernhard Speiser, Jacques Fuchs, Thomas Amsler

Die Krautfäule (Erreger: Phytophthora infestans) stellt die Produzenten von biologischen Kartoffeln vor grosse Herausforderungen Das bisher einzige wirksame Mittel zur Bekämpfung ist Kupfer. Damit Kupfer nicht weiter eingesetzt werden muss, sollen möglichst rasch Alternativen gefunden werden. Daran arbeitet das FiBL im EU-Projekt „Blight-MOP“ (Development of a systems approach for the management of late blight in EU organic potato production, Nr QLK5-CT-2000-01065; BBW Nr 99.0878-1).

Im Rahmen dieses Projekts werden die verschiedenen Anbautechniken in Europa inventarisiert und die sozio-ökonomische Hintergründe des Kartoffelanbaus analysiert. Ausserdem werden anbautechnische Massnahmen und deren mögliche Nebenwirkungen evaluiert (resistente Sorten, Sortenmischungen und Mischkulturen, agronomische Massnahmen, alternative Produkte). Schliesslich sollen regional angepasste Krautfäule-Strategien kombiniert und unter Praxisbedingungen geprüft werden. Die Forschung am FiBL konzentriert sich in erster Linie auf die Bereiche Inventarisierung, Sozioökonomie, Evaluation von Sorten und die Anpassung von Anbautechniken an lokale Bedingungen. Das FiBL koordiniert die Arbeiten der workpackages 1, 2 und 7. Das Projekt dauert von 2001 bis 2005 und ist wie folgt aufgebaut:
1. Abschätzung der Auswirkungen der Krautfäule auf den Bio-Kartoffelbau in verschiedenen Europäischen Ländern, sowie Inventar der angewendeten Massnahmen der Krautfäule-Bekämpfung
2. Resistente Sorten
3. Sortenmischungen und Mischkulturen
4. Agronomische Massnahmen
5. Alternative Produkte
6. Verbesserungen der Anwendung und Formulierung
7. Integration der Einzelmassnahmen zu regional angepassten Krautfäule-Strategien

nach oben
 

Workpackage 1: Abschätzung der Auswirkungen der Krautfäule auf den Bio-Kartoffelbau in verschiedenen Europäischen Ländern, sowie Inventar der angewendeten Massnahmen der Krautfäule-Bekämpfung.

Total 118 Bio-Kartoffelproduzenten in sieben Europäischen Ländern wurden ausführlich zum Thema Bio-Kartoffelbau und Krautfäule befragt. Der daraus resultierende Datensatz von rund 15000 Antworten wird zur Zeit ausgewertet. Die Ergebnisse sollen mit Hintergrundinformationen zum Kartoffelmarkt, zum Klima, zur Krautfäuleepidemie und zum Kupfereinsatz in den einzelnen Ländern kombiniert werden.

FiBL-Studie zum biologischen Kartoffelanbau in Europa (EU-Blight-Mop)

nach oben
 

Workpackage 2: Resistente Sorten

 

Die Feldversuche werden in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve (FR), dem Office Phytosanitaire Cantonal (NE), der landwirtschaftlichen Schule Strickhof (ZH) und dem Plantahof (GR) durchgeführt. Zudem besteht eine Korrdination mit den Eidg. Forschungsanstalten Agroscope RAC Changins und Agroscope FAL Zürich-Reckenholz, sowie der Branchenorganisation swisspatat. Ein spezielles Augenmerk gilt der Qualität. Um eine rasche Einführung in die Praxis zu ermöglichen, arbeiten wir in dieser Frage eng mit potentiellen Abnehmern (Grosshandel und verarbeitende Industrie) zusammen.

Die Prüfung umfasst agronomische Aspekte (Eignung für biologischen Anbau, Ertrag, Lagerfähigkeit) und Qualitätsaspekte (im Hinblick auf die Vermarktung als gewaschene Speisekartoffeln, resp. für die industrielle Verarbeitung). Das Prüfprogramm wird laufend um interessante Sorten ergänzt, während ungeeignete Sorten wieder entfernt werden.

nach oben
 

Workpackage 7: Integration der Einzelmassnahmen zu regional angepassten Krautfäule-Strategien

Auf Grund der Ergebnisse der verschiedenen Projektpartner in den Vorjahren wurden für einige Schweizer Biobetriebe beispielhaft Gesamtstrategien zur Verhinderung und/oder Bekämpfung der Krautfäule entwickelt und 2004 im Praxisversuch überprüft. Die Versuche wurden an folgenden Orten durchgeführt:

  • Rheinau (ZH)
  • Tann (ZH)
  • Muri (AG)
  • Hindelbank (BE)
  • Cossonay (VD)

Die Ergebnisse werden zurzeit noch ausgewertet.

nach oben
 

Weiterführende Links

Projektbeschreibung in Organic Eprints

nach oben

© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 04.09.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

Übersicht  
Logo Blight MOP
Abschätzung der Auswirkungen
Resistente Sorten
Integration der Einzelmassnahmen
 
FiBL-Publikationen
zum Thema
 
Merkblatt Biokartoffeln
Sortenempfehlungen
Kartoffeln
 
FiBL Beratung  
FiBL-Beratung zum Thema Kartoffeln