Das Projekt gliedert sich inhaltlich in 3 Teilbereiche
Einerseits soll ein praxistaugliches Konzept zu antibiotika-minimierten Behandlungsmustern in österreichischen Biobetrieben entwickelt werden. Dazu werden auf einer Reihe von Pilotbetrieben in Zusammenarbeit mit den Biolandwirten, dem TGD und den Hoftierärzten betriebsspezifische Sanierungs-, Behandlungs- und Vorbeugungskonzepte erarbeitet und umgesetzt. Die Tiergesundheitsvorgaben der EU-VO 1804/99 (Prävention, bevorzugte Behandlung mit Homöopathie und Heilpflanzen) sollen erfüllt werden. Aus den Erfahrungen werden Empfehlungen für die tierärztliche Betreuung von Biobetrieben erarbeitet.
Die österreichischen Nutztier-Tierärzte sollen im Rahmen des Projektes zu den Vorgaben und Problembereichen der Betreuung von Biotieren in Seminaren geschult und mit Unterlagen versorgt werden.
Als dritter Bereich ist die Einrichtung einer Informationsplattform zu biospezifischen Tiergesundheitsfragen (telefonisch und elektronisch) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologische Landwirtschaft der Bundesanstalt für Alpenländische Landwirtschaft geplant.
Zudem gibt es eine Reihe von Vorträgen und Fortbildungen für Landwirte zu tiergesundheitlichen Themen. Die häufig gestellten Fragen zur Tierbehandlung in Bio werden gesammelt, beantwortet und in Form von Zeitungsveröffentlichungen, Newsletters und auf Webseiten einem möglichst großen Kreis von interessierten zur Verfügung gestellt.
Fachliche Kooperationspartner ist das Institut für Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere, HBLFA Raumberg-Gumpenstein und der Österreichische Tiergesundheitsdienst.