Metabolischen Qualität unterschiedlich angebauter Weizenvarianten
Futterwahlversuche mit Laborratten zur Überprüfung der metabolischen Qualität unterschiedlich angebauter Weizenvarianten
Subkontrakt des EU-Projektes: Verbesserung der Qualität und Sicherheit sowie Reduzierung der Kosten entlang der Wertschöpfungskette des biologischen Landbaus und der Low Input Erzeugung in Europa (QLIF).
Es ist ausreichend nachgewiesen, dass Tiere von zwei oder mehreren Diäten die ernährungsphysiologisch beste auswählen können. Bisher wurde vorausgesetzt, dass mindestens eine Diät ernährungsphysiologisch unzureichend sein müsste, damit durch die Wahl ein Vorteil besteht, andernfalls gäbe es keine signifikante Präferenz (Sclafani 1995). Aber Futterwahlversuche mit Laborratten haben gezeigt, dass sogar in Fällen, in welchen auf Grund der chemischen Analyse der Hauptinhaltsstoffe beide Testvarianten dem ernährungsphysiologischen Bedarf der Ratten entsprechen würden, signifikante Präferenzen stattfanden. Beispiele dafür sind Vergleichsuntersuchungen mit Karotten, Roten Rüben, Sellerieknollen und Weizen jeweils aus biologischem resp. konventionellem Anbau, wobei die biologischen Varianten signifikant bevorzugt wurden. Der Wissenschaftler interpretiert diese Ergebnisse entsprechend seines Wissens über das Testfutter, was auf bestimmte messbare und definierbare Indikatoren beschränkt ist. Chemisch-analytische und andere Labortechniken haben aber noch nicht die Expertise erreicht, die Gesamtheit metabolischer Interaktionen (additive und synergistische) aufzudecken und zu verstehen. Wir müssen uns darüber klar sein, dass biologische Systeme durch nicht-lineare Effekte charakterisiert sind. Diesbezüglich eröffnen Tierversuche ein neues Feld für Qualitätsforschung, die wertvolle Informationen beitragen können, obwohl die Interpretation der Ergebnisse von signifikanten Präferenzen bei anscheinend gleichen Produkten schwierig ist. In dem hier dargestellten Projekt werden unterschiedlich angebaute Weizenvarianten mit dieser Methode ausgetestet.
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