Datenbank Rückstände
In Bioprodukten treten immer wieder Spuren von unerwünschten
Rückständen wie Pestizide oder gentechnisch veränderte
Organismen auf. Auch gesundheitsschädigende Stoffe wie Mykotoxine
können vorkommen. Die Bioproduktion schliesst zwar die Anwendung
von chemisch-synthetischen Wirkstoffen sowie GVOs und deren Derivate
aus, sie ist aber kein abgeschlossenes System. Hintergrundkontaminationen
aus der Umwelt, wie Abdrift und Altlasten in Böden, betreffen
vor allem die Bioproduzenten; die Gefahr einer Verschleppung z.B.
bei der Verarbeitung von biologischen und nicht-biologischen Produkten
betrifft die Verarbeiter; eine strikte räumliche Trennung bei
der Verarbeitung von biologischen und konventionellen Waren wird
zwar angestrebt, aus betriebswirtschaftliche Gründen kann diese
aber nicht immer konsequent eingehalten werden.
Konsumentinnen und Konsumenten wie auch die Bioorganisationen erwarten
aber Bioprodukte mit möglichst geringen oder keinen Verunreinigungen.
Die Biolabel und das FiBL ergriffen deshalb verschiedene Massnahmen,
um die Belastung der Bioprodukte mit unerwünschten Stoffen möglichst
gering zu halten:
-
Datenbank für Rückstände (Pestizide, GVO, Schwermetalle,
Humanpathogene, Tierarzneimittel)
- Fallstudien bei Belastungen, die immer wieder vorkommen (Untersuchung
der kritischen Punkte, Schwachstellenanalysen)
- Erarbeitung von Risikoprofilen zur Einschätzung des Kontaminationsrisikos
von Einzelprodukten in Abhängigkeit von Betriebs-und
Handelsstruktur
- Erarbeiten von Massnahmen zur proaktiven Qualitätssicherung
- Beratung von Bioproduzenten und Verarbeitern zur Verbesserung
der Qualitätssicherung
Die Datenbank hat folgende Hauptaufgaben:
-
Erfassung und Analyse Ist-Zustand der Rückstandsituation
bei biologischen und nicht-biologischen Lebensmitteln, Futtermitteln
und Saatgut
- Grundlage und Wissenspool zur Beurteilung eines Einzelfalls
- Ermitteln von heiklen Bereichen (Produkten und Rückständen)
- Grundlage für Schwachstellenanalyse und Früherkennung
|