Mikrobiologie und Qualitätserfassungsmethoden
Das Projekt untersucht die Qualität von biologischen und konventionellen Lebensmitteln mit dem Ziel wissenschaftlich gesicherte Daten zu darüber erhalten, ob sich Bioprodukte gesundheitlich von konventionellen unterscheiden. Es werden zwei unterschiedliche Forschungsansätze verfolgt:
Einerseits bestehen Hinweise aus Untersuchungen an Äpfeln, welche das FiBL gemeinsam mit der Hochschule Genf durchführte, wonach die natürliche Mikroflora der Apfelschale bei biologisch produzierten Äpfeln vielfältiger und reichhaltiger ist als diejenige von konventionell erzeugten. Auf diese Unterschiede soll näher eingegangen werden. Inwieweit sie auch ernährungsphysiologisch relevant sein können, z.B. im Hinblick auf ihren probiotischen Gesundheitswert, soll nun bei den Äpfeln, aber auch bei weiteren Lebensmitteln überprüft werden.
Andererseits gibt es weltweit verschiedene Labors, welche sogenannte „ganzheitliche Methoden der Qualitätsuntersuchung“ entwickeln und optimieren. Diese Methoden basieren auf Überlegungen, wonach der Gesundheitswert von Lebensmitteln mit der Analyse von Inhaltsstoffen alleine nicht schlüssig bestimmt werden kann. Die Unterschiede zwischen biologisch und konventionell erzeugten Produkten sowie die Frage nach ihrer ernährungsphysiologischer Relevanz bleiben zu erforschen. Mit Ringversuchen sowie Vergleichs- und Literaturstudien soll deshalb die Entwicklung ganzheitlicher Qualitätserfassungsmethoden verfolgt und unter Einbezug von etablierten Standard-Analysemethoden wissenschaftlich begleitet werden. Ziel ist es, die am besten geeignete Methode am FiBL zu etablieren und wissenschaftlich bis zur Serienreife zu entwickeln.
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