Studie zur Marktabdeckung und Untersuchungen zur Beseitigung
bestehender Hemmnisse in der Sortenzulassungspraxis für Sorten,
die für den ökologischen Landbau besonders geeignet sind
Projektleiter:
Klaus Peter
Wilbois, FiBL Deutschland
Projektbeschreibung:
Die Ausnahmeregelung hinsichtlich der Verwendung von nicht ökologisch
erzeugtem Saat- und Pflanzgut (VO (EWG) Nr. 2092/91) läuft am
31.12.2003 aus. Voraussichtlich wird in den zuständigen Gremien
der Europäischen Union Ende 2002 verhandelt, bei welchen Kulturen
eine Verlängerung dieser Frist erfolgt. Je nach Entscheidung
gibt es nach dem 31.12.2003 für einen Großteil der Kulturen
keine Ausnahmegenehmigung mehr für den bisher möglichen
Rückgriff auf konventionelles Saatgut. Dies kann sich je nach
Versorgungsgrad bei einzelnen Kulturarten positiv (Kreislaufdenken)
oder hemmend (Saatgutmangel) auf die Entwicklung des ökologischen
Landbaus auswirken. Die zu erarbeitende Studie über die Marktabdeckung
soll dem BMVEL detaillierte Marktkenntnisse liefern als Entscheidungshilfe
bei der Vertretung der Interessen der Bundesrepublik Deutschland
in den relevanten EU-Gremien. Darüber hinaus wird durch die
Studie das Angebot an Zuchtmaterial bei den verschiedenen Kulturen
für die Praxis transparent gemacht. Dies hilft, den Einsatz
von systemkonformem Saat- und Pflanzgut im ökologischen Landbau
zu erhöhen. Auch die Identifizierung und Beseitigung von allgemeinen
und kulturartspezifischen Hemmnissen in der Zulassungspraxis ist
diesem vorgenannten übergeordneten Ziel zuträglich. Um
Umstrukturierungen bei Prüfung und Zulassung von Sorten für
den ökologischen Landbau zu planen, sollen Möglichkeiten
zur Beseitigung der Hemmnisse evaluiert und bewertet werden, auch
vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie 98/95/EG.
Finanzierung:
Bundesprogramm Ökologischer Landbau,
Projektnummer 02OE356 |