Projektbeschreibung Saatgut ohne Gentechnik
Der Biolandbau schliesst in den Richtlinien weltweit die Züchtung
von gentechnisch veränderten Sorten aus. In der Schweiz schliessen
heute Saatgutproduzenten erfolgreich GVOs aus bzw. Chargen mit
einem positiven GVO-Nachweis gelangen nicht auf den Markt. Trotzdem
zeichnen sich folgende Tendenzen ab.
In der Saatgutverordnung der Schweiz sind GVO-Verunreinigungen
bis zu 0.5% erlaubt. In der EU ist die Regelung noch nicht definitiv,
aber es wird sich um eine Lösung in der gleichen Grössenordnung
handeln. Beide Richtlinien gelten auch für Biosaatgut. Für
die privaten Labelorganisationen sind diese Grenzwerte jedoch inakzeptabel.
Nachbau hat innerhalb von Europa unterschiedliche Bedeutung und
nimmt auch in der Schweiz eher zu. Es stellt sich die Frage, unter
welchen Bedingungen Bioproduzenten ihre Ernte für die Aussaat
weiter verwenden dürfen.
In den nächsten Jahren ist neben Nord- und Südamerika
ein zunehmender GVO-Anbau in der EU und Osteuropa erwarten. Damit
könnten bisher gentechnikfreie Zonen, die für die Vermehrung
von Biosaatgut bevorzugt ausgewählt werden, schwerer zu finden
sein.
Im Rahmen dieses Projektes sollen die in Europa für den Biolandbau
wichtigen Kulturen auf ihre Gefährdung für GVO-Verunreinigungen
klassiert werden. Ausgewählte Anbieter diese Kulturen werden
befragt, wie sie GVO-Verunreinigungen ausschliessen. Diese Massnahmen
werden in ausgewählten Fallbeispielen bewertet und ihr Erfolg überprüft.
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