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Nützlingsförderung durch Habitatmanagement
Aufwertung der Kulturlandschaft im Rahmen der Nützlingsförderung
im Gemüse- und Ackerbau (Grosses Moos)
Lukas
Pfiffner, Henryk
Luka, Martin
Lichtenhahn
Dauer
1999-2002, integriert im Rahmenprojekt Biotopverbund Grosses
Moos
Keywords
beneficials, indirect methods, monitoring, polyphagous predators,
Carabids, spiders, parasitoids, biocontrol of pests, seminatural
habitats, field margins, set-aside, wildflower strips, botanic
succession, vegetable crops, arable crops, biotope network, organic
agriculture
Auszeichnung
Am 20. Februar 2000 erhielt dieses Projekt den Förderpreis
für ökologische Innovation in der Landwirtschaftlichen
Produktion
"Die Goldene Lerche". Dieser Preis wurde von der MUT-Stiftung
menschen-, umwelt- und tiergerechte bäuerliche Landwirtschaft
und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach verliehen.
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Allgemeine Projektziele
- Diversifizierung und ökologische Aufwertung des Feldbaues
mit Schwerpunkt Gemüsebau.
- Durch das Anlegen von Buntbrachen und der Integration von
Rotationsbrachen in die Fruchtfolgeflächen sollen Nützlinge
in den sich rasch abfolgenden Gemüsekulturen gefördert
werden.
Die vier Aktionsebenen des Projektes
| Botanik/Herbologie
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Weiterentwicklung von geeigneten Wildblumenmischungen
(Bunt-
und Rotationsbrachen) zur streifenförmigen Anlage
auf
organischen und mineralischen Böden, die auch im Gemüsebau
eingesetzt werden können. Verbesserung der Anbautechnik
und Pflege der Buntbrachen und Rotationsbrachen.
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| Faunistik
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Faunistische Erfolgskontrolle von naturnahen Flächen
im Rahmen der Nützlingsförderung im Acker- und
Gemüsebau.
Dazu wurde 1999 unter anderem eine Diplomarbeit fertiggestellt
von Michael Lutz (Universität Fribourg bei Prof. Dr.
H. Müller-Schärer).
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| Entomologie
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Aktuell: Beurteilung von eingesäten Randstreifen
(Buntbrachen)
im Modellsystem Kohl. Welchen Beitrag können Brachen
zur Verbesserung der Nützlingseffizienz (Parasitierung,
Prädation) leitsten? (Diplomarbeit 2001-2002, Lukas
Merkelbach, Prof. Dr. B. Baur, Universität Basel,
NLU).
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| Beratung/Umsetzung
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Mit dem erprobten Pilotbetriebsansatz wird in der Beratung
und Umsetzung gearbeitet. Dieser hat sich für die
Aufklärung
und Sensibilisierung der Landwirte gut bewährt.
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Faunistik: Warum haben wir Laufkäfer
und Spinnen als Indikatoren für die Erfolgskontrolle ausgewählt?
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Laufkäfer und Spinnen treten in Kulturbiotopen arten- und
individuenreich auf. Sie reagieren relativ schnell auf Veränderungen
des Lebensraumes.
- Die Artenzusammensetzung hängt vor allem von strukturellen,
abiotischen und anthropogenen Faktoren ab. Sie werden daher
vermehrt als Indikatoren zur Beurteilung der Biotopqualität
angewandt.
- Laufkäfer und Spinnen gehören zu den gut untersuchten
Gliedertieren, und es sind umfangreiche Daten über Einzelarten
vorhanden.
- Sie gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Nützlinge
im Ackerland und tragen somit zur Regulation vieler landwirtschaftlicher
Schädlinge bei.
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Ausgewählte Publikationen zum
Thema
- Pfiffner, L., Luka, H. (2002). Naturnahe
Flächen mit Biolandbau kombinieren. Ökologie & Landbau
122: 28-29.
- Luka H. & Pfiffner, L. (1998): Amara ovata und A.
similata (Coleoptera, Carabidae), zwei phytophage Laufkäferarten
in Rapsfeldern. Mitt. Schweiz. Entomol. Ges. 71: 125-131.
- Luka, H. (1996): Laufkäfer als Nützlinge und Bioindikatoren
in der Landwirtschaft. Agrarforschung 3: 33-36.
- Pfiffner, L. (1994): Biologische Schädlingsregulierung
- eine Übersicht. Landfreund S 10: 15-18.
- Pfiffner, L. (1996): Welche Anbaumethoden fördern die
Vielfalt der Kleintierfauna? Agrarforschung 3: 537-540.
- Pfiffner, L. & Luka, H. (1996): Laufkäfer-Förderung
durch Ausgleichsflächen. Auswirkungen neu angelegter Grünstreifen
und einer Hecke im Ackerland. Naturschutz und Landschaftsplanung
28: 145-151.
- Pfiffner, L. (1997): Welchen Beitrag leistet der ökologische
Landbau zur Förderung der Kleintierfauna? In: Naturschutz
durch ökologischen Landbau (Hrsg. Hubert Weiger & Helga
Willer), DEUKALION Verlag p 93-120.
- Pfiffner, L., Luka, H. (1997): Erfolgskontrolle: Was bringen
ökologischen Ausgleichsflächen? Bioskop 2: 8-9.
- Pfiffner, L. & Niggli, U. (1996): Effects of bio-dynamic,
organic and conventional farming on ground beetles (Col. Carabidae)
and other epigaeic arhtropods in winter wheat. Biological Agriculture
and Horticulture 12: 353-364.
- Pfiffner, L. & Luka, H. (1999): Förderung der Nützlingsfauna
im biologischen Ackerbau am Beispiel der Nutzarthropoden- und
Regenwurmfauna - ein Vergleich unterschiedlicher Ackerbewirtschaftung
und ökologischer Ausgleichsmassnahmen. 5. Wissenschaftstagung
Berlin 23.2.-25.3., 1999, Hrsg. H. Hoffman & S. Müller,
p 402-406.
- Pfiffner, L. & Luka, H. (2000): Erhöhte Laufkäferartenvielfalt
durch biologischen Landbau, welche Arten werden dabei gefördert
(Col., Carabidae)? Mitteilungen der Deutschen allg. angew. Entomologie,
12: 343-346.
- Pfiffner, L. & Luka, H. (2000): Overwintering of arthropods
in soils of arable fields and adjacent seminatural habitats.
Agriculture, Ecosystems and Environment 78: 215-222.
- Luka, H., Lutz, M., Blick, T. & Pfiffner, L. (2001): Einfluss
von eingesäten Wildblumenstreifen auf die epigäischen Laufkäfer
und Spinnen (Carabidae und Araneae) in der intensiv genutzten
Agrarlandschaft “Grosses Moos”, Schweiz. Peckiana 1: 45-60.
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2008
FiBL Forschungsinstitut für biologischen
Landbau
Last Update
15.11.2004
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