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Auszüge aus dem FiBL-Dossier
"Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt" 

Tut Bio dem Boden gut?

Die organische Düngung wirkt sich positiv auf den Gehalt an organischer Substanz im Boden aus und verhindert eine Versauerung des Bodens.

Die organische Substanz (OS) des Bodens und der pH-Wert beeinflussen massgeblich die Bodenstruktur, die biologische Aktivität und das Pflanzenwachstum. In allen Verfahren ist seit Beginn des DOK-Versuches eine Abnahme der Gehalte an organischer Substanz festzustellen.

In den nicht mit Hofdünger versorgten Böden war der Rückgang des organischen Kohlenstoff (C)-Gehaltes deutlicher als in den Verfahren D2, O2 und K2, wo etwa gleiche Verluste an organischer Substanz auftraten. Der C-Gehalt im Verfahren D2 war am Ende der dritten Fruchtfolgeperiode um 15 Prozent höher als im konventionellen Verfahren mit Hofdünger und um 30 Prozent höher als im ungedüngten Verfahren. Die Verwendung von Mistkompost wirkt sich sowohl auf den Boden-pH als auch auf die organische Substanz positiv aus. Darauf weisen auch biologische und physikalische Fraktionierungsmethoden der organischen Substanz hin.

Anhand der Huminstoff-Fraktionierung wird dies sichtbar: Humine, die als biologisch stabil gelten, sind im biologisch-dynamischen Verfahren deutlich erhöht. Die Verwendung von Mistkompost im biologisch-dynamischen Verfahren wirkt sich günstig auf Boden-pH und Huminstoffgehalt und die biologische Aktivität der Böden aus.

Bodenacidität

Im Vergleich zur Ausgangssituation ist der pH-Wert im biologisch- dynamischen Verfahren stark, im organisch-biologischen leicht angestiegen und in den beiden konventionellen Verfahren leicht gesunken. Das Absinken des pH-Wertes hängt wahrscheinlich mit der physiologisch sauren Wirkung der verwendeten Mineraldünger zusammen. Als Reaktion auf die Versauerungstendenz in den konventionellen Verfahren werden jetzt alkalisch wirkende Mineraldünger verwendet. 1999 erfolgte in den konventionellen Verfahren eine Erhaltungskalkung.

 

Kohlenstoffverteilung in den Huminstoff-Fraktionen

Der Gesamtgehalt an organischer Substanz reagiert auf die Bewirtschaftungsänderungen in der Regel nur langsam. Eine chemische Fraktionierung der OS gibt deshalb mehr Aufschluss. Der höhere Gehalt an organischer Substanz im biologischdynamischen Verfahren beruhte auf einem höheren Anteil stabiler organischer Verbindungen, die durch die Huminfraktion repräsentiert werden.

 

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 14.09.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

FiBL-Dossier DOK-Versuch  
Cover: Dossier Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt
Am Anfang stand die Frage: Ist Biolandbau machbar?
Versuchsanlage
Fruchtfolge, Sortenwahl und Bodenbearbeitung
Erreicht Bio ansprechende Erträge?
Sind Nährstoffzufuhr und -entzug im Gleichgewicht?
Ist Bio auch sparsamer?
Tut Bio dem Boden gut?
Laugt Bio den Boden aus?
Hinterlässt Bio eine bessere Bodenstruktur?
Sind Bioböden lebendiger?
Kohlenstoffkreislauf im Boden
Höhere Artenvielfalt in der Kultur – was bringt das?
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