Auszüge aus dem FiBL-Dossier
"Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt"
Fruchtfolge, Sortenwahl und Bodenbearbeitung
Düngung und Pflanzenschutzmitteleinsatz erfolgten gemäss
der Praxis der untersuchten Landbaumethoden.
Die Fruchtfolge ist in allen Verfahren
dieselbe. Dauer und Vielseitigkeit der Fruchtfolge sind ein Kompromiss
zwischen den verschiedenen Anbausystemen, deren Fruchtfolgen sich
in der Praxis deutlicher unterscheiden.
Die Fruchtfolge wurde zu Beginn jeder neuen Fruchtfolgeperiode,
in Absprache mit allen Beteiligten und entsprechend den Bedürfnissen
der Praxis und der Forschung, leicht angepasst. Auch bei der Sortenwahl
handelte es sich um einen Kompromiss zwischen den Ansprüchen
der konventionellen und der biologischen Landwirtschaft. In der
Grundbodenbearbeitung und Saatbettvorbereitung unterscheiden sich
die Verfahren nicht. Hingegen wurde in den Bioverfahren häufiger
gehackt.
Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz
5 Im Durchschnitt der drei Fruchtfolgeperioden erhielten die Bioverfahren
deutlich geringere Mengen der Makronährelemente N, P und K.
Entsprechend der Versuchskonzeption war die Menge an ausgebrachter
organischer Substanz nahezu gleich. Im biologisch-dynamischen Verfahren
ergab sich aufgrund eines neuen Hofdüngerlieferanten in der
dritten Fruchtfolgeperiode eine fast doppelt so hohe Kaliumdüngung
wie in den vorherigen Jahren.
Während die Ackerkulturen in den konventionellen Parzellen
durchschnittlich 3.6 Pestizidbehandlungen pro Jahr erhielten, wurden
die Bioparzellen nur etwa jedes zweite Jahr behandelt. Die biologisch-dynamischen
Verfahren erhielten mehrmals pro Jahr die Hornmist- und Hornkiesel-Präparate.
Die Anzahl Pestizidbehandlungen war wegen des hohen Krankheits-
und Schädlingsdrucks im Kartoffelanbau am höchsten (bis
zu 9 Behandlungen im konventionellen Verfahren). Auch in den biologischen
Verfahren wurden hier direkte Bekämpfungen durchgeführt,
insbesondere Kupfer zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule
(Phytophtora infestans) im organisch-biologischen Verfahren und
Bacillus thuringiensis Präparate gegen Kartoffelkäfer
in beiden biologischen Verfahren.
Durchschnittlicher Nährstoffeinsatz pro Hektar und Jahr
(1978–1998)

Am deutlichsten war der Unterschied in der Menge eingesetzter
Nährstoffe beim mineralischen Stickstoff, wovon die biologisch
bewirtschafteten Verfahren um 65 Prozent weniger erhielten. Die
Phosphordüngung war in den biologischen Verfahren 40 Prozent
und die Kaliumdüngung 45 Prozent geringer als im konventionellen
Verfahren.
Die Fruchtfolge

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