Auszüge aus dem FiBL-Dossier
"Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt"
Die Versuchsanlage
Der Versuch befindet sich im Leimental bei Basel (CH) auf 300
Meter über Meer. Das topografisch ausgeglichene Versuchsfeld
ist leicht nordexponiert. Das Gelände befindet sich auf der
Talsohle des Birsigbaches. Früher wurden die Felder wegen
der Überschwemmungsneigung und des hohen Grundwasserspiegels
als sogenannte Wässermatten genutzt. Heute wird auf diesen
Flächen intensiver Acker- und Gemüsebau betrieben.
Der Hauptunterschied der Verfahren liegt in der Strategie der
Düngung und des Pflanzenschutzes, während die Fruchtfolge
und die Bodenbearbeitung weitgehend identisch sind.
Standort und Boden
Die Fläche, auf der der DOK-Versuch angelegt wurde, wird
seit Jahrzehnten als Ackerland genutzt (1957–1973 Ackerbaufruchtfolge
mit Kleegras, 1973–1975 Getreide und Feldgemüse, 1976:
Hafer).
Im Mai 1977 wurde auf der gesamten Fläche Kleegras eingesät.
Im Frühjahr 1978 begann der Versuch mit den Sommerungen Kartoffeln,
Sommerweizen und Sommergerste.
Die Jahresmitteltemperatur beträgt 9.5 °C, der mittlere
Jahresniederschlag 792 Millimeter. Der Boden ist eine schwach pseudovergleyte
Parabraunerde (haplic luvisol) auf einer 0.9–1.3 Meter mächtigen
Lössschicht.
Verfahren
Die Verfahren Biologisch-dynamisch und Organisch-biologisch werden
den Richtlinien der jeweiligen Produzenten- Organisationen entsprechend
durchgeführt, das konventionelle Verfahren inzwischen nach
den Grundsätzen der integrierten Produktion.
Zusätzlich zu den drei Hauptverfahren, die alle organisch
gedüngt werden, gibt es seit Beginn der zweiten Fruchtfolgeperiode
ein ausschliesslich mineralisch gedüngtes, konventionelles
Verfahren und ein seit Beginn des Versuches nicht gedüngtes
Verfahren, das aber die Pflegemassnahmen des biologisch-dynamischen
Verfahrens erhält.
Das mineralisch gedüngte Verfahren war anfangs als ungedüngtes
konventionelles Verfahren konzipiert worden, um die Auswirkungen
der Pflanzenschutzmassnahmen abschätzen zu können.
Düngung
In den ersten zwei Fruchtfolgeperioden entsprach die ausgebrachte
Hofdüngermenge 0.6 Düngergrossvieheinheiten (DGVE) in
der reduzierten und 1.2 DGVE in der praxisüblichen Düngungsstufe.
Mit Beginn der dritten Fruchtfolgeperiode wurde die Düngermenge
entsprechend auf 0.7 und 1.4 DGVE erhöht. Generell wurden
in den biologischen Verfahren häufiger kleine Mistmengen verabreicht,
während im konventionellen Verfahren Mist nur zu den Hackfrüchten
gegeben wurde. Die Düngung in den konventionellen Verfahren
richtet sich nach den «Grundlagen für die Düngung
im Acker- und Futterbau » der Eidg. Forschungsanstalten.
Hauptunterschiede der Verfahren

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