Auszüge aus dem FiBL-Dossier
"Bio fördert Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt"
Hinterlässt Bio eine bessere Bodenstruktur?
Biologische Bewirtschaftung verbessert die Bodenstruktur durch
eine höhere Belebtheit und vermindert damit Bodenverlust durch
Erosion.
Aufbau der Bodenfruchtbarkeit
Der Aufbau der Bodenfruchtbarkeit ist ein wichtiges Ziel nachhaltiger
Landnutzung. Gemäss Schweizer «Verordnung über
Belastungen des Bodens» (VBBo) ist ein Boden fruchtbar, wenn
er eine für seinen Standort typische, artenreiche, biologisch
aktive Lebensgemeinschaft, eine typische Bodenstruktur sowie eine
ungestörte Abbaufähigkeit aufweist.
Die Ergebnisse aus dem DOK-Versuch zeigen, dass zur Erhaltung
einer intakten Bodenstruktur ein schonender Einsatz von Landmaschinen
alleine nicht genügt. Auch Düngung und Pflanzenschutz
müssen derart gestaltet werden, dass das Bodenleben gefördert
wird und durch die Lebendverbauung ein gut strukturierter Boden
entsteht.


Organische Substanz verkittet die Bodenteilchen und bewirkt eine
gute Bodenstruktur.Die Böden des Feldversuchs zeigen im Frühjahr,
wenn der Boden noch nicht bedeckt ist, deutliche Unterschiede in
der Verschlämmungsneigung und Struktur. Besonders die Verfahren
Biologisch-dynamisch (links) und Mineralisch- Konventionell (rechts)
zeigen offensichtliche Strukturunterschiede. (Fotos: Thomas
Alfoeldi, FiBL)
Kohlenstoffverteilung in den Korngrössenfraktionen

Die Korngrössenfraktionierung zeigt, dass die
Unterschiede im Kohlenstoff (Corg)-Gehalt vor allem auf höhere
Gehalte in der Schlufffraktion zurückzuführen sind. Darauf
beruht somit die geringere Verschlämmungsneigung der biologisch-dynamischen
Böden.
Perkolationsstabilität (ml pro min.)

Mit der Perkolationstechnik, die die Erosionsneigung der Böden
widerspiegelt, wurden in den biologischen Verfahren bis zu 30 Prozent
mehr stabile Aggregate ermittelt als im konventionellen Verfahren
mit Hofdünger. Im Vergleich zum mineralischen Verfahren waren
es sogar mehr als 60 Prozent. Mit einer Nasssiebungstechnik, bei
der feldfeuchte Bodenproben verwendet wurden, waren diese Unterschiede
etwas weniger deutlich, betrugen aber immer noch 10–20 Prozent.
Bei Verwendung getrockneter Bodenproben (Standardmethode) waren
die Unterschiede nur noch gering. Dies zeigt, dass das Bodenleben
einen entscheidenden Einfluss auf die Bodenstruktur ausübt.
Krümelstabilität (% stabile Aggregate > 250 µm)

Sind
Bioböden lebendiger? |