 |
|
FiBL-Forschung: starker Praxisbezug
Seit seiner Gründung 1973 erarbeitet das FiBL die wissenschaftlichen
Grundlagen für den biologischen Landbau und die artgerechte Tierhaltung.
-
Obst, Beeren, Wein, Gemüse und Kartoffeln stehen
im Zentrum der pflanzenbaulichen Forschung am FiBL. Erprobt
werden die Abwehr von Schädlingen und Krankheiten durch Förderung
von Nützlingen, durch direkte Kontrollmassnahmen und durch die
Verbesserung der Anbautechnik.
-
Ein weiterer Schwerpunkt sind Massnahmen zur
Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit.
-
Tierärztinnen und Tierärzte beschäftigen
sich mit der Eutergesundheit
und mit Parasiten: Haltung, Fütterung und Weideregime werden
optimiert, Homöopathie, Pflanzenpräparate und Nutzpilze werden
eingesetzt. Haltung und Fütterung von Mastpoulets sowie die
Bio-Legehennen sind weitere Schwerpunkte.
-
Wirtschaftliche Engpässe der Biobetriebe, kostendeckende
Biopreise, agrarpolitische Fördermassnahmen werden analysiert.
Auch werden Fragen der Vermarktung behandelt.
Auf dem Versuchsbetrieb in Frick liegen die Schwerpunkte beim
Kern - und Beerenobst, Weinbau, Ackerbau, beim Milchvieh und bei
den Bienen. Seit 2005 baut das FiBL mit dem eigenen Weingut die Forschung zum biologischen Rebbau und Kellereiweirtschaft aus. Ausserdem finden zahlreiche Projekte und Erhebungen
auf mehr als 200 Praxisbetrieben in der ganzen Schweiz statt.
In Therwil bei Basel läuft der bereits 1978 begonnene DOK-Langzeitversuch,
der den biologisch-dynamischen und den biologisch-organischen Landbau
mit dem konventionellen vergleicht. Mit diesem Versuch wurden zahlreiche,
weltweit anerkannte Belege für die ökologische Vorzüglichkeit
des
Biolandbaus im Vergleich zum konventionellen erbracht. Dies wurde
von den FiBL-Forscherinnen und Forschern mit zahlreichen wissenschaftlichen
Publikationen
in renommierten Fachzeitschriften dokumentiert, unter anderem mit einem
Beitrag
in der
Wissenschaftszeitschrift Science.
Die Forschungsprioritäten werden regelmässig in den Fachkommissionen
der Bioproduzentenvereinigung Bio Suisse mit erfahrenen Berufsleuten
abgestimmt.
Der Erfolg des Biolandbaus in den neunziger Jahren hat dazu geführt,
dass heute auch die eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Agroscope
in Bereichen des Biolandbaus forschen.
|
nach oben |
 |
 |
|
|
 |
|
FiBL-Publikationen: Wichtige Instrumente der Wissensverbreitung
Die FiBL-Medien machen
die Ergebnisse der FiBL-Forschung Landwirten, interessierten
Personen aus der Landwirtschaft und Beratung greifbar. Viele
der FiBL-Publikationen
liegen in mehreren Sprachen vor und finden auch internationale
Verbreitung.
-
Mit seinen Merkblättern
hat das FiBL Standards für die optimale Aufbereitung von
Forschungswissen
für die Praxis gesetzt. Die FiBL-Merkblätter geben prägnant
Auskunft zu einem Thema und zeigen Lösungen zu Schlüsselproblemen
auf. Sie sind für Praktikerinnen und Praktiker ein unverzichtbares
Hilfsmittel.
-
Mit den Dossiers
bietet das FiBL Argumentationshilfen für den Biolandbau.
-
Gemeinsam mit der Bio Suisse gibt es die
monatliche
Zeitschrift bio
aktuell heraus. Mit der deutschen Stiftung Ökologie &
Landbau besteht eine Kooperation bei der Zeitschrift „ Ökologie
& Landbau“, die vor allem Forschende und Fachleute
anspricht.
-
Einige Informationen stellt das FiBL
elektronisch auf CD-ROM zur Verfügung (Checklisten und Foliensammlungen).
-
Ausserdem bieten FiBL Schweiz und FiBL Deutschland
mehrere Internetangebote
zu verschiedenen Themen des ökologischen Landbaus an.
|
nach oben |
 |
 |
|
|
 |
|
FiBL – International vernetzt
Das FiBL arbeitet in zahlreichen Projekten
und in Fachkommissionen mit Expertinnen und Experten in der Schweiz
und im Ausland
zusammen.
... in der Forschung
Das FiBL ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten
der Europäischen Union. Mit europäischen Partnern werden in zahlreichen Projekten gemeinsam Fragen der Lebensmittelqualität, der
Tiergesundheit, der Weiterentwicklung und der Agrarpolitik, der
Optimierung von Anbautechnik und Pflanzenschutz angegangen.
... in der Beratung und Entwicklungszusammenarbeit
Ebenfalls international gefragt ist das Beratungsangebot
des FiBL. Die FiBL-Fachleute bringen ihr Wissen in zahlreiche
Länder der Welt. Eine eigene
FiBL-Fachgruppe bündelt diese Aktivitäten. Prominente Beispiele
der internationalen FiBL-Arbeit sind der Aufbau einer Zertifizierungsorganisation
in Indien ( Indocert)
oder der einer Biozitrusproduktion in Kuba.
... in der Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen
Ebenfalls gefragt ist die Kompetenz des FiBL
bei
internationalen Organisationen. Das FiBL arbeitet in der Codex-Alimentarius
Kommission der Welternährungsorganisation FAO mit. Auch ist das
FIBL-Wissen bei der Europäischen Union gefragt, und das FiBL
war an der Ausarbeitung des europäischen Aktionsplans für biologischen
Landbau und Biolebensmittel beteiligt. Ausserdem hat es die Internationale Gesellschaft der Biolandbauforschung ISOFAR mitbegründet.
Im Weltdachverband IFOAM, der die Institutionen
des biologischen Landbaus weltweit vereint, bringt das FiBL seine
Kompetenz in zahlreichen Gremien ein (Richtlinienkomitee, Regionalgruppe
Europäische Union, Codex-Alimentarius-Arbeitsgruppe).
|
nach oben |
 |
 |
|
|
 |
|
Geschichte
Das Forschungsinstitut für biologischen
Landbau (FiBL) wurde 1973 von Biobäuerinnen und Biobauern
gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als
private Stiftung gegründet.
Seine Aufgabe war, die damals von
Bund und Kantonen stiefmütterlich behandelten Biobäuerinnen
und Biobauern durch
Forschungsprojekte und Beratung zu unterstützen. Das Institut
begann seine Arbeit 1974 in Oberwil, Kanton Baselland, und wirkt
seit 1997 in Frick, Kanton Aargau.
Wichtige Meilensteine der FiBL-Geschichte sind unter anderem die Ausrichtung der 1. IFOAM-Konferenz 1977
in Sissach und die der 13. IFOAM-Konferenz in Basel, 2000.
|
nach oben |
 |
 |
|
|
 |
|
Finanzierung
Das Forschungsinstitut und sein Beratungsdienst werden finanziert vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET), vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), von den Landwirtschaftsämtern der Kantone, von Gemeinden sowie von privaten Organisationen (Coop, BIO SUISSE, Hiscia, Migros und weitere) und Einzelpersonen. Ausserdem finanziert sich das FiBL über zahlreiche Forschungsaufträge, und es ist an vielen EU-Forschungsprojekten und an Projekten des deutschen Bundesprogramms Ökologischer Landbau beteiligt.
|
nach oben |
 |
 |
|
|
|
©
2008
FiBL Forschungsinstitut für biologischen
Landbau
Last Update
18.10.2007
| Comments: webmaster@fibl.org
|
|
 |
Weingut FiBL |
|
 |
 |
| |
Weingut FiBL - Garantiert natürlicher Weingenuss |
 |
 |
 |
Zur Homepage |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|