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FiBL Schweiz – seit über 30 Jahren Forschung für die biologische Landwirtschaft

Am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, Schweiz, sind über 100 Fachleute beschäftigt. Es ist eines der führenden Wissens- und Dokumentationszentren für Biolandbau.  Die enge Verzahnung verschiedener Forschungsgebiete und der rasche Wissenstransfer von der Forschung zur Beratung und in die Praxis sind die Stärken des FiBL.  Die Kompetenz des FiBL ist auch ausserhalb der Schweiz gesucht, und das FiBL ist an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt – sowohl in Forschung, Beratung und Weiterbildung als auch in der Entwicklungszusammenarbeit. 2001 wurde das FiBL Deutschland gegründet, 2004 FiBL Österreich.

 
 

FiBL-Forschung: starker Praxisbezug

Seit seiner Gründung 1973 erarbeitet das FiBL die wissenschaftlichen Grundlagen für den biologischen Landbau und die artgerechte Tierhaltung.

  • Obst, Beeren, Wein, Gemüse und Kartoffeln stehen im Zentrum der pflanzenbaulichen Forschung am FiBL. Erprobt werden die Abwehr von Schädlingen und Krankheiten durch Förderung von Nützlingen, durch direkte Kontrollmassnahmen und durch die Verbesserung der Anbautechnik.

  • Ein weiterer Schwerpunkt sind Massnahmen zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit.

  • Tierärztinnen und Tierärzte beschäftigen sich mit der Eutergesundheit und mit Parasiten: Haltung, Fütterung und Weideregime werden optimiert, Homöopathie, Pflanzenpräparate und Nutzpilze werden eingesetzt. Haltung und Fütterung von Mastpoulets sowie die Bio-Legehennen sind weitere Schwerpunkte.

  • Wirtschaftliche Engpässe der Biobetriebe, kostendeckende Biopreise, agrarpolitische Fördermassnahmen werden analysiert. Auch werden Fragen der Vermarktung behandelt.

Auf dem Versuchsbetrieb in Frick liegen die Schwerpunkte beim Kern - und Beerenobst, Weinbau, Ackerbau, beim Milchvieh und bei den Bienen. Seit 2005 baut das FiBL mit dem eigenen Weingut die Forschung zum biologischen Rebbau und Kellereiweirtschaft aus. Ausserdem finden zahlreiche Projekte und Erhebungen auf mehr als 200 Praxisbetrieben in der ganzen Schweiz statt.

 

In Therwil bei Basel läuft der bereits 1978 begonnene DOK-Langzeitversuch, der den biologisch-dynamischen und den biologisch-organischen Landbau mit dem konventionellen vergleicht. Mit diesem Versuch wurden zahlreiche, weltweit anerkannte Belege für die ökologische Vorzüglichkeit des Biolandbaus im Vergleich zum konventionellen erbracht. Dies wurde von den FiBL-Forscherinnen und Forschern mit zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen in renommierten Fachzeitschriften dokumentiert, unter anderem mit einem Beitrag in der Wissenschaftszeitschrift Science.

Die Forschungsprioritäten werden regelmässig in den Fachkommissionen der Bioproduzentenvereinigung Bio Suisse mit erfahrenen Berufsleuten abgestimmt.

Der Erfolg des Biolandbaus in den neunziger Jahren hat dazu geführt, dass heute auch die eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Agroscope in Bereichen des Biolandbaus forschen.

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FiBL-Beratung: Wissen auf die Betriebe bringen

Der FiBL-Forschung angegliedert ist ein Beratungsdienst, so dass die Ergebnisse rasch in die Praxis einfliessen. Neben der Einzelbetriebs- und Gruppenberatung sind Kurse, die Monatszeitschrift „bio aktuell“ sowie Merkblätter und Listen die wichtigsten Beratungsinstrumente. In der Bio-Berater- Vereinigung (BBV) arbeiten die Kantone, das FiBL und die privaten Bioorganisationen eng zusammen. Ihr Sekretariat ist am FiBL angesiedelt.

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FiBL-Publikationen: Wichtige Instrumente der Wissensverbreitung

  Cover: Merkblatt Bio-Kartoffeln

Die FiBL-Medien machen die Ergebnisse der FiBL-Forschung Landwirten, interessierten Personen aus der Landwirtschaft und Beratung greifbar. Viele der FiBL-Publikationen liegen in mehreren Sprachen vor und finden auch internationale Verbreitung.

  • Mit seinen Merkblättern hat das FiBL Standards für die optimale Aufbereitung von Forschungswissen für die Praxis gesetzt. Die FiBL-Merkblätter geben prägnant Auskunft zu einem Thema und zeigen Lösungen zu Schlüsselproblemen auf. Sie sind für Praktikerinnen und Praktiker ein unverzichtbares Hilfsmittel.
  • Mit den Dossiers bietet das FiBL Argumentationshilfen für den Biolandbau.
  • Gemeinsam mit der Bio Suisse gibt es die monatliche Zeitschrift bio aktuell heraus. Mit der deutschen Stiftung Ökologie & Landbau besteht eine Kooperation bei der Zeitschrift „Ökologie & Landbau“, die vor allem Forschende und Fachleute anspricht.
  • Einige Informationen stellt das FiBL elektronisch auf CD-ROM zur Verfügung (Checklisten und Foliensammlungen).
  • Ausserdem bieten FiBL Schweiz und FiBL Deutschland mehrere Internetangebote zu verschiedenen Themen des ökologischen Landbaus an.
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FiBL – International vernetzt 

Das FiBL arbeitet in zahlreichen Projekten und in Fachkommissionen mit Expertinnen und Experten in der Schweiz und im Ausland zusammen.

... in der Forschung

Das FiBL ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten der Europäischen Union. Mit europäischen Partnern werden in zahlreichen Projekten gemeinsam Fragen der Lebensmittelqualität, der Tiergesundheit, der Weiterentwicklung und der Agrarpolitik, der Optimierung von Anbautechnik und Pflanzenschutz angegangen.

... in der Beratung und Entwicklungszusammenarbeit

Ebenfalls international gefragt ist das Beratungsangebot des FiBL. Die FiBL-Fachleute bringen ihr Wissen in zahlreiche Länder der Welt. Eine eigene FiBL-Fachgruppe bündelt diese Aktivitäten. Prominente Beispiele der internationalen FiBL-Arbeit sind der Aufbau einer Zertifizierungsorganisation in Indien (Indocert) oder der einer Biozitrusproduktion in Kuba.

... in der Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen

Ebenfalls gefragt ist die Kompetenz des FiBL bei internationalen Organisationen. Das FiBL arbeitet in der Codex-Alimentarius Kommission der Welternährungsorganisation FAO mit. Auch ist das FIBL-Wissen bei der Europäischen Union gefragt, und das FiBL war an der Ausarbeitung des europäischen Aktionsplans für biologischen Landbau und Biolebensmittel beteiligt. Ausserdem hat es die Internationale Gesellschaft der Biolandbauforschung ISOFAR mitbegründet.
Im Weltdachverband IFOAM, der die Institutionen des biologischen Landbaus weltweit vereint, bringt das FiBL seine Kompetenz in zahlreichen Gremien ein (Richtlinienkomitee, Regionalgruppe Europäische Union, Codex-Alimentarius-Arbeitsgruppe).
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Geschichte

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wurde 1973 von Biobäuerinnen und Biobauern gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als private Stiftung gegründet.

Seine Aufgabe war, die damals von Bund und Kantonen stiefmütterlich behandelten Biobäuerinnen und Biobauern durch Forschungsprojekte und Beratung zu unterstützen. Das Institut begann seine Arbeit 1974 in Oberwil, Kanton Baselland, und wirkt seit 1997 in Frick, Kanton Aargau.

Wichtige Meilensteine der FiBL-Geschichte sind unter anderem die Ausrichtung der 1. IFOAM-Konferenz 1977 in Sissach und die der 13. IFOAM-Konferenz in Basel, 2000.

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Finanzierung

Das Forschungsinstitut und sein Beratungsdienst werden finanziert vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET), vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit  (DEZA), von den Landwirtschaftsämtern der Kantone, von Gemeinden sowie von privaten Organisationen (Coop, BIO SUISSE, Hiscia, Migros und weitere)  und Einzelpersonen. Ausserdem finanziert sich das FiBL über zahlreiche Forschungsaufträge, und es ist an vielen EU-Forschungsprojekten und an Projekten des deutschen Bundesprogramms Ökologischer Landbau beteiligt.

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Auskünfte

Dr. Urs Niggli, Direktor FiBL

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 18.10.2007 | Comments: webmaster@fibl.org

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FiBL - Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Ackerstrasse / Postfach
CH-5070 Frick
Telefon +41 62 8657-272
Fax +41 62 8657-273

 
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Der Tätigkeitsbericht ist in Deutsch, Englisch und Französisch erhältlich.
 
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