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Thema: Nachhaltigkeitsanalyse

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Christian Schader

Christian Schader
(Dr.)

Departement für Sozioökonomie
Leiter Nachhaltigkeit
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-0416
Fax +41 (0)62 865-7273
christian.schader(at)fibl.org

Nachhaltigkeitsanalyse

Im Bereich Nachhaltigkeitsanalyse befassen wir uns mit den ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen der biologischen und konventionellen Produktionsweise und des Konsums von Bioprodukten.

Hintergrund nachhaltige Landwirtschaft

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ bzw. englisch „Sustainability“ leitet sich aus dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung ab, welche gemäss Brundtland-Bericht (UN, 1987) folgendermassen definiert ist:

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.

„Nachhaltige Entwicklung“ und „Nachhaltigkeit“ werden im Sprachgebrauch heutzutage synonym benutzt. Man unterscheidet zwischen

  • dem Drei-Säulen-Konzept, bestehend aus der ökologischen, ökonomischen und sozialen Komponente der Nachhaltigkeit,
  • dem „Ein-Säulen-Konzept“, welches den Schwerpunkt auf die Ökologie legt und
  • integrativen Konzepten, die auf eine Auftrennung in Säulen verzichten.

Ausserdem wird grundsätzlich zwischen starker und schwacher Nachhaltigkeit unterschieden. „Starke Nachhaltigkeit“ geht davon aus, dass natürliches Kapital (d.h. Wasser, Boden, Luft, Biodiversität) und künstliches Kapital (Maschinen, Gebäude, Wissen) nicht untereinander austauschbar sind, während schwache Nachhaltigkeit von der Substituierbarkeit der Kapitalarten ausgeht.

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Nachhaltigkeitsanalyse

Von der Landwirtschaft und dem Nahrungsmittelbereich gehen erhebliche ökologische, ökonomische und soziale Wirkungen aus. Es ist notwendig Landbewirtschaftung, Lebensmittelverarbeitung und Konsumgewohnheiten so zu verändern, dass eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet ist.

Der biologische Landbau folgt dem „Ideal eines weitgehend geschlossenen Betriebsorganismus“. Dies führt dazu, dass weitgehend auf den Zukauf von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verzichtet wird. Ausserdem bedingt dieses Ideal einen standortangepassten Tierbesatz, Bewahrung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit eine vielgliedrige Fruchtfolge und die Erhaltung und Nutzung von biologischen Systemen zur Regulation von Schädlingen. Somit bietet das System „biologischer Landbau“ die Voraussetzungen für eine Nachhaltigkeit, d.h. Dauerfähigkeit.

Doch auch der biologische Landbau ist derzeit nicht vollkommen nachhaltig, da er beispielsweise auf nicht-erneuerbare Ressourcen angewiesen ist und durch die meist geringeren Erträge einen erhöhten Landverbrauch bedingt. Globale Probleme wie der Klimawandel, der Rückgang an Biodiversität und die mangelhafte Ernährungssituationen in weiten Teilen der Erde verlangen nach innovativen Konzepten und Lösungen.