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Thema: Biolandbau und Klimaschutz

Regenwurm im Boden

Biolandbau und Klimaschutz auf www.fibl.org

Thema: Nachhaltigkeitsanalyse

Diagramm Climate change mitigation

Nachhaltigkeitsanalyse auf www.fibl.org

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Christian Schader

Christian Schader
(Dr.)

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Leiter Nachhaltigkeit
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Robert Obrist

Robert Obrist
(Dipl.-Ing. Agr.)

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Departementsleiter
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Fax +41 (0)62 865-7273
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Thomas Lindenthal

Thomas Lindenthal
(Dr. rer. nat. techn.)

Klimaschutz
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A-1010 Wien 

Telefon +43 (0)1 9076313-22
Mobil +43 (0)699 10380080
Fax +43 (0)1 9076313-20
thomas.lindenthal(at)fibl.org

Nachhaltigkeitsanalyse im Kontext Landwirtschaft und Klima

Nachhaltigkeitsanalyse ist ein fachübergreifender Themenschwerpunkt am FiBL. Die Analyse der Klimawirkung ist eingebettet in eine umfassende Betrachtung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien. Ziel ist es, einerseits die Nachhaltigkeit von biologischen Produkten zu analysieren und andererseits Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Neben der Produktebene arbeiten wir auch auf Betriebs- und Agrarsektorebene. Dazu nutzen wir neben quantitativen ökonomischen und ökologischen Modellen auch qualitative Methoden und partizipative Ansätze. Weitere Informationen zum Themenbereich Nachhaltigkeitsanalyse finden Sie hier

Die Projekte im Überblick

Emissionsinventare der biologischen Acker- und Gemüsebaubetriebe der Schweiz (Projekt Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau)

Der Biolandbau hat grosse Potentiale, um zu einem Treibhausgasemissionsarmen Verfahren weiterentwickelt werden zu können. Bild: FiBL, Frick

Kleinere Studien in Deutschland und auf verschiedenen Praxisbetrieben in Holland, Skandinavien, Italien und anderen Ländern haben gezeigt, dass bei den Treibhausgas-Emissionen auf Biobetrieben eine riesige Streuung zu beobachten ist. Es gibt Biobetriebe, die pro Kilogramm Erntegut sehr geringe Treibhausgas-Emissionen haben, aber es gibt auch Biobetriebe, die sogar höhere Emissionen als konventionelle Intensivbetriebe haben.

Diese grosse Variabilität ist eine interessante Ausgangslage. Sie zeigt, dass der Biolandbau grosses Potential hat, um zu einem Treibhausgas-emissionsarmen Verfahren weiterentwickelt werden zu können. Eine ähnlich grosse Variabilität kann auch bei der Sequestrierung von CO2 in den Boden gezeigt werden.

Mit der Erfassung von Emissionsinventaren auf einer grösseren Anzahl von Biobetrieben werden wertvolle Informationen geliefert, wie der Biolandbau weiter zu optimieren ist. Durch diese ergänzenden Informationen können wissenschaftliche Ergebnisse von einzelnen Langzeitversuchsflächen rasch auf andere Standort- und Betriebsverhältnisse hochgerechnet werden.

Aktivitäten

Diese Arbeiten im Rahmen des Projektes Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau soll aber nicht nur vor reinen Emissionsinventaren haltmachen. Da die Multifunktionalität eine wichtige Anforderung an nachhaltige Betriebe ist (Biodiversität, Bodenschutz, Umweltschutz, Tierschutz etc.) sollen die Betriebe auch bezüglich ihrer Gesamtnachhaltigkeit charakterisiert werden. Damit können differenziertere Empfehlungen gemacht werden, um die idealen nachhaltigen Betriebsformen der Zukunft zu beschreiben.

Dazu entwickelt und verbessert das FiBL Methoden und Modelle zur Nachhaltigkeitsanalyse (RISE, Ökobilanzierung mit SIMA PRO, EU und CH-FARMIS).

Finanzierung

  • Coop Fonds für Nachhaltigkeit

Weiterführende Informationen

  • FiBL-Flyer (670 KB) Emissionsinventare der biologischen Acker- und Gemüsebaubetrieb, Projekt Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau

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Optimierung des Acker- und Gemüsebaus bezüglich Energieverbrauch, Treibhausgas-Emissionen und Humusbildung (Projekt Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau)

Das Projekt will die Klimawirkungen des Biolandbaus deutlich verbessern, damit Biogetreide, Biogemüse und andere Erzeugnisse klimaneutral produziert werden können.

Die Bodenbearbeitung, vor allem das Pflügen, erfordert den Einsatz grosser Mengen von Energie. In der konventionellen Landwirtschaft kommt dazu noch der Verbrauch synthetischer Düngemittel, zu deren Herstellung ebenfalls Erdöl oder Erdgas nötig ist. Nach einem Bericht des Weltklimarats der UNO (IPCC) trägt die Landwirtschaft damit massgeblich zum Klimawandel bei.

Zwar steht die biologische Landwirtschaft bezüglich Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit viel besser da, ihr Potenzial ist aber längst nicht ausgeschöpft. Das Projekt will die Klimawirkungen des Biolandbaus deutlich verbessern: Die Bodenbearbeitungstechniken verbessern, die Strategien der Gründüngung optimieren, die Rückbindung von CO2 durch Humusbildung nutzen – bis Biogetreide, Biogemüse und andere Erzeugnisse klimaneutral produziert werden können.

Aktivitäten

Die Arbeiten stehen ganz im Zeichen der Systemoptimierung mit einer grossen Wirkung auf die praktische (biologische) Landwirtschaft (Projekt Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau). Die Arbeiten finden auf zwei Standorten mit Exaktversuchen, auf neun Pilotbetrieben im Ackerbau und auf zwei Pilotbetrieben im Gemüsebau statt.

Finanzierung

  • Coop Fonds für Nachhaltigkeit
  • Europäische Union

Weitere Informationen

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Optimierung der Milchviehhaltung bezüglich Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen (Projekt Feed no food/Kraftfutterreduzierung)

Eine artgerechte Fütterung für Wiederkäuer basiert auf Raufutter (Weidegras, Heu, Silage).

Zur Leistungssteigerung werden an Kühe und Rinder grosse Mengen an Getreide und Eiweissfrüchten verfüttert. Somit dient ein Drittel der weltweiten Getreideernten zur Tierernährung und steht damit in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Der Kraftfutterverbrauch in der Schweiz liegt bei jährlich 1,6 Mio. Tonnen, wovon die Hälfte importiert wird.

Eine artgerechte Fütterung für die Wiederkäuer basiert auf Raufutter (Weidegras, Heu, Silage). Damit erschliessen die Tiere der menschlichen Ernährung riesige Flächen, welche sonst nicht genutzt werden können. Das Ziel einer hundertprozentigen Fütterung aller Wiederkäuer mit Raufutter hat also eine grosse globale Dimension, die einen starken Einfluss auf das Klima hat. Der Biolandbau kennt schon lange – im Gegensatz zu anderen Produktionsmethoden – die Begrenzung des Anteils von Kraftfutter in der Diät von Wiederkäuern. Beim Rind beträgt der nur noch zehn Prozent.

Aktivitäten

Das Projekt, an dem auch die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich beteiligt ist, will das Kraftfutter möglichst auf Null reduzieren – zugunsten der Produktion von Nahrungsmitteln für die Menschen und als Beitrag zum Klimaschutz. Berücksichtigt werden im Projekt auch Fragen der Tiergesundheit und der Wirtschaftlichkeit. Dieses Projekt findet zusammen mit rund 100 Milchvieh-Betrieben in der Schweiz statt.

Weitere Informationen

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