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Thema: Biolandbau und Klimaschutz

Regenwurm im Boden

Biolandbau und Klimaschutz auf www.fibl.org

Stiftung Mercator Schweiz

Dieses Projekt wird von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert.

Kontakt

Andreas Gattinger
(Dr. Dipl.-Ing. agr., MSc)

Bodenwissenschaften
Themenchef Klima
FiBL
Ackerstrasse
CH-5070 Frick

Telefon +41 62 865-0418
Fax +41 62 865-7273
andreas.gattinger(at)fibl.org

Contact

Adrian Müller

Müller Adrian
(Dr. sc. nat.)

Socio-Economics
FiBL
Ackerstrasse
CH-5070 Frick

Phone +41 (0)62 865-7252
Fax +41 (0)62 865-7273
adrian.mueller(at)fibl.org

CO2-Zertifikate für nachhaltige Landnutzung (CaLas)

Das regulatorische Umfeld im Handel mit Kohlenstoff-Zertifikaten ist durch den Clean Developement Mechanism (CDM, Kyoto-Protokoll) und  den Voluntary Carbon Market (VCM) geprägt. Die Landwirtschaft ist als Kohlenstoff-Senke im CDM nicht zugelassen, und im VCM fehlt eine wissenschaftliche Methode, welche geprüft und international anerkannt ist. Dabei hätte die Landwirtschaft ein riesiges Potenzial, über die Bindung von Kohlenstoff im Boden zur Minderung des Klimawandels beizutragen. 

Mit dem Projekt Calas will das FiBL eine international anerkannte Methodologie entwickeln und vorschlagen. Diese soll durch nachhaltige Landnutzungspraktiken den Handel von CO2-Zertifikaten ermöglichen. Das Projekt CaLas wird von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert.

Entwicklung einer Methodologie für Kohlendioxid-Zertifikate aus nachhaltigen Landnutzungssystemen (CaLas)

Dieses Potential könnte zu einem Teil durch verschiedene Boden konservierende und Humus aufbauende landwirtschaftliche Methoden genutzt werden. Dazu gehören z.B. "no-till"- bzw. "reduced-till"-Landwirtschaft, Biolandbau, vermehrter Einsatz von Precision Farming-Techniken und Agroforstsysteme, welche ein-, mehr- und langjährige Pflanzen in Kombination nutzen. Dabei sind vor allem die komplexeren und multifunktional ausgerichteten Landbausysteme (Biolandbau, Agroforst) interessant, weil für sie der Grundsatz der Weltbank im BioCarbon Fund besonders zutrifft: „Deliver cost-effective emission reductions, while promoting biodiversity conservation and poverty alleviation“.

Aktivitäten

Das FiBL will eine international anerkannte Methode entwickeln und vorschlagen, die durch klimafreundliche Landwirtschaft den Handel von CO2-Zertifikaten ermöglicht.

  • Das Schreiben einer oder mehrerer wissenschaftlichen Methoden für nachhaltige und klimafreundliche Landnutzungsformen in enger Zusammenarbeit mit dem VCM in Genf und unter Einbeziehung weiterer interessierter Kreise (Schweizer Hilfswerke, Industrie etc.) bis zur Anwendungsreife (Methodenvorschlag, Einreichung beim VCM, Internationale Peer Review der Methode, Anpassungen, Publikation).
  • Erarbeitung von Empfehlungen, wie verschiedene Boden schonende Landwirtschaftsmethoden bezüglich ihrer Potentiale als Carbon-Sink optimiert werden müssen.
  • Erarbeiten eines Zertifizierungssystems für den Handel mit Carbon Credits in der Landwirtschaft (Schweiz, Entwicklungsländer).
  • Ausarbeiten der Grundlagen für den Handel mit Carbon Credits in enger Zusammenarbeit mit ökologisch orientierten Banken.

Die Methode kann als Basis dienen für ein wichtiges Geschäft der Zukunft. Es fördert massiv nachhaltige Landwirtschaftsmethoden in der Schweiz und in Entwicklungsländern. Es wird zu einer größeren gesellschaftlichen Wertschätzung der Landwirtschaft führen und eröffnet neue Einkommensmöglichkeiten. Das Projekt ist interdisziplinär und umsetzungsorientiert. Es nutzt bereits bestehende wissenschaftliche, organisatorische, ökonomische und ökologische Kompetenzen in der Schweiz und trägt zur Innovation bei.

Finanzierung

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Meta-Analyse - Literaturstudie

Wie verschiedene Fallstudien zeigen, hat der Biolandbau ein grosses Potential, Kohlenstoff in den Böden zu binden und die Emissionen im Vergleich zum konventionellen Landbau zu vermindern. Das Ziel dieser Metastudie ist es, diese Erkenntnisse zu verallgemeinern und auf der Basis einer umfassenden Literaturübersicht erstmals alle verfügbaren Daten zur Sequestrierungsleistung des Biolandbaus und zu dessen Emissionscharakteristik (CH4, N2O) zu sammeln.

Dies soll zu einer verlässlichen Beurteilung der Sequestrierungsleistung und des Emissionsreduktionspotentials des Biolandbaus im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft führen und Bereiche angeben, für die gesicherte Resultate vorliegen, aber auch Forschungslücken identifizieren.

Die Studie basiert einerseits auf einer umfassenden Literaturrecherche, die soweit möglich auch die graue Literatur berücksichtigt und zu allen vorliegenden Daten auch die Hintergründe erfasst (z.B. bis zu welcher Tiefe ein Bodenprofil erhoben wurde, um Daten zur Sequestrierungsleistung zu erhalten); andererseits sollen die Daten mit Hilfe formaler Meta-Analyse-Methoden aggregiert werden, um Durchschnittswerte zu ermitteln. Diese Methoden berücksichtigen zum Beispiel die Tatsache, dass positive Resultate eher publiziert werden als negative.

Wir erwarten dabei, dass die Durchschnittswerte stark von verschiedenen Parametern wie Bodentyp, Klimazone, angebaute Sorten, Bodenbearbeitungsform, etc. abhängen werden. Deshalb werden die Resultate  nach diesen Parametern weiter spezifiziert kommuniziert werden.

Weiterführende Informationen

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