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Pflügen oder nicht? Die unscheinbaren Helfer im Untergrund

Weniger Bodenbearbeitung im Ackerbau schont die Böden und fördert die Bodenlebewesen. Was es für Auswirkungen hat, wenn weniger gepflügt wird, das haben FiBL-Mitarbeiter Paul Mäder und sein Team untersucht.

Ein Landwirt pflügt seinen Acker.

Wer weniger pflügt, schont den Boden. Das kommt auch den Bodenlebewesen zugute (Bild: FiBL).

(17.01.2015) 

Die Unkrautkontrolle im Biolandbau stellt eine Herausforderung dar. Das bestätigt Paul Mäder, Bodenspezialist am FiBL. Bei einem Parzellenversuch in Frick haben er und sein Team die Ertrags- und Unkrautentwicklung bei biologisch bearbeiteten Parzellen, von denen einige konventionell und andere nur reduziert gepflügt wurden, untersucht. Bei Letzterer stellten die Forscher zwar mehr Unkrautwachstum fest. Die Erträge hat das aber nicht geschmälert, da die Vorteile der reduzierten Bearbeitung – wie die verbesserte Wasserspeicherkapazität – die Konkurrenz durch das Unkraut kompensierten.

In der Schweiz verzichten bis jetzt lediglich etwa fünf Prozent der Bauern ganz auf den Pflug. Seit diesem Jahr belohnt nun der Bund Landwirte, die ihren Boden reduziert bearbeiten im Rahmen der Direktzahlungen durch sogenannte Ressourceneffizienzbeiträge.

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Paul Mäder, FiBL Schweiz

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