Startseite » Service » Nachrichtenarchiv » Meldung

Kontakt

Monika Messmer

Monika Messmer
(Dr. sc. agr)

Departement für Nutzpflanzenwissenschaften
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-0443
Fax +41 (0)62 865-7273
monika.messmer(at)fibl.org

Stiftung Mercator Schweiz

Dieses Projekt wird von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert.

Mein Newsletter-Account

Newsletter-Anmeldung


 Newsletterabmeldung/ Änderung Ihrer Daten

Studie zeigt biokompatible Züchtungsmethoden

Pflanzenzüchter betrachten neue Sorten für den Ökolandbau ganzheitlich. So soll auch der Prozess der Sortenentwicklung den Grundsätzen des Ökolandbaus entsprechen. Das FiBL hat dazu nun eine Studie zur Beurteilung von Züchtungstechniken durchgeführt. Die Studie leistet einen wertvollen Beitrag zur Beurteilung von Züchtungsmethoden. Sie wurde von der Stiftung Mercator Schweiz finanziert.

(02.11.2011) 

Eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aus ökologischem Anbau braucht angepasste Sorten und Anbaumethoden. Das heisst: Pflanzen mit stabilem Ertrag, effizienter Nutzung von Wasser und Nährstoffen sowie Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlingen sind wichtige Anforderungen.  Die Pflanzenzüchtung muss sich an den spezifischen Zuchtzielen und Anbaumethoden des Ökolandbaus ausrichten.

Wichtige Zuchtkriterien zusammengetragen

Wichtige Zuchtkriterien wie die Wahrung der Integrität der Pflanzen, die Erhöhung der genetischen Diversität, die Einhaltung natürlicher Kreuzungsbarrieren sowie die Interaktion der Pflanze mit Boden und Klima sind den Biobäuerinnen und Biobauern wichtig. Daraus folgt, dass der Einsatz der Züchtungsmethoden, die zur Erzeugung genetischer Variation, für Selektion und Vermehrung üblicherweise eingesetzt werden, auf ihre Kompatibilität mit dem Ökolandbau beurteilt werden sollten.

Mit diesem Ziel hat das FiBL eine Studie zur Beurteilung von Züchtungstechniken durchgeführt. Mit dieser Studie leistet das FiBL einen Beitrag  zur Konsensbildung und Transparenz sowie zur Beurteilung von Züchtungsmethoden. Das Projekt möchte im weitern die Öffentlichkeit für die Wertvorstellungen und Ziele des ökologischen Landbaus sensibilisieren und die Bedeutung des Saatguts für unsere Ernährung ins Bewusstsein  rufen.

Im Rahmen der Studie “Chancen und Potenziale verschiedener Züchtungsmethoden für den Ökolandbau“ hat das FiBL folgende Dokumente erstellt:

  • Dossier zur Beschreibung und Beurteilung von über 50 verschiedenen Züchtungsmethoden,  
  • Kriterienkatalog zur Beurteilung von Züchtungsmethoden und 
  • Grundlagenpapier zur ökologischen Pflanzenzüchtung.

Weiterführende Informationen

Dokumente zum Download

Kontaktpersonen am FiBL

Über das Projekt Chancen und Potenziale verschiedener Züchtungsmethoden

Das Projekt "Moderne Züchtungsmethoden: Eine Chance für den ökologischen Landbau?" wurde unterstützt und gefördert von der Stiftung Mercator Schweiz, Projekt Nr. 2009-0286.

Die Stiftung Mercator Schweiz setzt sich für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ein und dafür, dass mit ihnen bewusster und schonender umgegangen wird.

Die Methoden und Produkte des Ökolandbaus dienen diesen Zielen. Damit der Ökolandbau langfristig eine wirkungsvolle Alternative für die boden- und ressourcenschonende Nahrungsmittelproduktion ist, muss die Verfügbarkeit von Öko-Saatgut vergrössert werden. Durch den Einbezug moderner Züchtungsmethoden könnte die Entwicklung von Öko-Saatgut schneller und wirksamer erfolgen. Moderne Züchtungsmethoden können aber nur insoweit für den ökologischen Landbau genutzt werden, als ihre Eignung dafür sorgfältig geprüft und von den Landwirten wie auch von den Konsumenten akzeptiert wird. Deshalb ist eine umfassende Bewertung von neuen Züchtungsmethoden für den Ökolandbau von grosser Bedeutung.
Die Stiftung Mercator Schweiz fördert die Studie „Chancen und Potenziale verschiedener Züchtungsmethoden für den Ökolandbau“ des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

Das Projekt hat die Bewertung moderner Züchtungstechniken wie bspw. in vitro Vermehrung oder Markertechnologie zum Ziel und schätzt deren Eignung für den ökologischen Landbau ein. Ziel ist es, Grundlagen für eine sachliche Diskussion und Entscheidungsfindung für den Ökolandbau zu schaffen.