Kontakt
Veronika Maurer
(Dr. sc. ETH)
Tierhaltung
Fachgruppenleiterin
FiBL
Ackerstrasse
CH-5070 Frick
Telefon +41 (0)62 865-7257
Fax +41 (0)62 865-7273
veronika.maurer@no-spam.fibl.org
LowInputBreeds
LowInputBreeds - Development of integrated livestock breeding and management strategies to improve animal health, product quality and performance in European organic and ‘low input’ milk, meat and egg production.
- Kontakt: Veronika Maurer, FiBL, wissenschaftliche Koordination
- Projekt-Homepage www.lowinputbreeds.org
Tierhaltung
Die Fachgruppe Tierhaltung entwickelt Konzepte zur Verbesserung der Nutztierhaltung auf Biobetrieben. Bei allen Tierarten ist die Kombination von standortgerechter Zucht, tiergerechter Haltung, effizienten Hygienemassnahmen und vorbeugenden Fütterungsstrategien von entscheidender Bedeutung. Schwerpunkte sind die Entwicklung von Massnahmen zur Kontrolle von Parasiten und biokonforme Zuchtstrategien. Unsere Konzepte setzen auf unterschiedlichen Ebenen an: Beim Milchvieh steht die Frage nach nachhaltigen Zuchtstrategien für den Biolandbau im Zentrum. In der Geflügelhaltung werden Haltungssystem und Management im Hinblick auf Tiergerechtheit und Parasitenbefall optimiert. Bei Schafen und Kaninchen werden Parasitenprobleme durch den Einsatz bioaktiver Futtermittel angegangen.
Team
Literatur
Literatur der Fachgruppe in der Datenbank Organic Eprints ![]()
Forschungsschwerpunkte
Nachhaltige Tierzucht
Tierwohl und Umwelt
Ektoparasitenkontrolle
Endoparasitenkontrolle bei Nicht-Wiederkäuern
Endoparasitenkontrolle bei Wiederkäuern
Situationsanalysen zum Parasitenbefall bei Tieren auf Biobetriebe
Nachhaltige Tierzucht
Der biologische Landbau setzt bei der Formulierung von Zuchtzielen andere Prioritäten als die herkömmliche Landwirtschaft: Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere sowie die Produktqualität stehen an oberster Stelle. Deshalb braucht es Zuchtstrategien, die diese Ziele vorrangig verfolgen. Zudem muss untersucht werden, welche Zuchttiere diesen Zielsetzungen entsprechen. In den herkömmlichen Zuchtstrategien werden teilweise Techniken genutzt, die nicht mit dem Verständnis und den Zielen des ökologischen Landbaus übereinstimmen. Deshalb müssen deren ethische Aspekte im Biolandbau laufend diskutiert und entsprechende Empfehlungen erarbeitet und vermittelt werden.
Kontakt: Anet Spengler Neff
> Projekt LowInputBreeds
Ein grosses Forschungsprojekt mit dem Ziel, die Tiergesundheit und Produktqualität in der europäischen «Low Input»- und Biotierhaltung zu verbessern, startete 2009. Das LowInputBreeds-Projekt vereint 21 Partner aus Europa und Übersee. Es sollen integrierte Management- und Zuchtstrategien entwickelt werden, um die Tiergesundheit und die Lebensmittelqualität zu verbessern. Das Projekt läuft bis 2014 und wird vom 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission ko-finanziert. Die wissenschaftliche Koordination liegt beim FiBL.
- Kontakt: Veronika Maurer
- Projekthomepage: www.lowinputbreeds.org
Tierwohl und Umwelt
Die Gesellschaft fordert heute eine art- und umweltgerechte Erzeugung von Milch, Fleisch und Eiern. Der Biolandbau nimmt in diesem Bereich eine Vorbildfunktion ein. Dazu entwickelt die Fachgruppe Tiergesundheit gut praktikable und ethisch verantwortbare Tierhaltungskonzepte und Methoden, um diese zu überprüfen. Schwerpunkte sind der Transport und die Schlachtung von Nutztieren. Stressabbau und Fleischqualitätsverluste stehen dabei im Vordergrund. Im Weiteren forschen wir neu über Kaninchen. Dabei stehen Fütterung, Futterzusätze, artgerechte Haltungssysteme, Vorbeugung und Behandlung von Kokzidiosen sowie die Fleischqualität im Vordergrund.
Kontakt: Anna Bieber
Ektoparasitenkontrolle
Probleme mit parasitären Insekten und Milben werden in Zukunft eher zunehmen, da diese mit steigender Erwärmung bessere Lebensbedingungen erhalten. Damit wird auch ihre Bedeutung als Vektoren von Krankheiten (z.B. Blauzungenkrankheit) sowie als Tierschutz- und Hygieneproblem zunehmen. Gewisse vorbeugende Massnahmen gegen Ektoparasiten sind bekannt, aber oft nicht ausreichend, um den Befall der Nutztiere auf ein tolerierbares Niveau zu senken. Die noch verbreitet eingesetzten chemisch-synthetischen Mittel sollen deshalb möglichst rasch durch verbesserte vorbeugende Massnahmen und durch wirksamere natürliche Produkte ersetzt werden.
Kontakt: Veronika Maurer
Endoparasitenkontrolle bei Nicht-Wiederkäuern
Wurmparasiten und Kokzidien stellen eines der grössten Gesundheitsprobleme der Geflügel-, Schweine- und Kaninchenhaltung dar. Im Falle der Kaninchenhaltung beispielsweise sind die wirtschaftlichen Schäden enorm und alle Produzenten kämpfen mit grossen Problemen. Vorbeugende Ansätze sind bei Nichtwiederkäuern weniger weit entwickelt und auch weniger wirksam als bei Wiederkäuern und Pferden. Deshalb ergänzen bei diesen Tierarten alternative Behandlungen (v.a. Phytotherapie) die vorbeugenden Massnahmen.
Kontakt: Veronika Maurer
Endoparasitenkontrolle bei Wiederkäuern
Weidetiere werden von Wurmparasiten befallen, die aus ökonomischen und aus tierschützerischen Gründen kontrolliert werden müssen. Derzeit ist auf Bio- wie auf konventionellen Betrieben die Entwurmung mit synthetischen Wirkstoffen üblich. Deren Einsatz ist oft problematisch (Resistenzen, Einfluss auf Bodenlebewesen). In den vergangenen Jahren wurden diverse nichtmedikamentöse Verfahren entwickelt und deren Wirksamkeit belegt (z.B. Weidemanagement, bioaktive Futterpflanzen, Selektion widerstandsfähiger Tiere). In den nächsten Jahren sollen diese Strategien implementiert und vor allem auch ihre additiven Effekte genutzt werden.
Kontakt: Felix Heckendorn
Situationsanalysen zum Parasitenbefall bei Tieren auf Biobetrieben
Auf Biobetrieben ist mit erhöhten parasitären Problemen zu rechnen, da die Tiere einerseits durch die geforderte Weide- und Auslaufhaltung vermehrt in Kontakt mit Parasiten kommen und andererseits prophylaktische medikamentöse Behandlungen verboten sind. Anhand einer Situationsanalyse auf Betriebsebene können antiparasitäre Behandlungen gezielt eingesetzt werden. So lässt sich die Anzahl Behandlungen oft deutlich senken, ohne dass die Gesundheit der Tiere beeinträchtigt wird.
Kontakt: Veronika Maurer







