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FiBL-Betriebsnetz

60 typische Biobetriebe in der gesamten Schweiz bilden derzeit das FiBL-Betriebsnetz. Ziel dieses Forschungsnetzes ist es einerseits das Politikinformationssystem der Gruppe Sozioökonomie zu unterstützen, indem Daten zur Verfügung gestellt und agrarpolitische Massnahmen aus Sicht der Praxis evaluiert werden. Andererseits können durch die enge Verbindung von Praxis und Forschung sozioökonomische Fragestellungen von Betriebsleitern und Beratern aufgegriffen und die Ergebnisse direkt zurückgegeben werden. In der Aufbauphase ist die Methodik zur Auswahl der Leitbetriebe systematisch erarbeitet und das Netzwerk aufgebaut worden. In der ersten Forschungsphase beschränkt sich die Forschung und Beratung auf den Betrieben auf sozioökonomische Fragen. Später besteht die Möglichkeit, auch naturwissenschaftliche Fragen zu berücksichtigen.

Projektlaufzeit: 2005 bis 2009

Aktivitäten / Forschungsprojekte

Jahrestagungen 2008

Die Jahrestagungen 2008 wurden im Januar/Februar 2009 durchgeführt, in den Regionen Ostschweiz, Innerschweiz, Bern/NW-Schweiz und Romandie. Das Hauptthema, Generationenkonflikte, wurde mit den Landwirten diskutiert und in Übungen vertieft. Ueli Straub von der Agridea hat moderiert. Eine Zusammenfassung wird im Jahresbericht 2008 abgedruckt

Jahresberichte

FiBL-Betriebsnetz. Jahresbericht 2005
FiBL-Réseau bio. Rapport annuel 2005
Jahresbericht 2006
Jahresbericht 2007
Jahresbericht 2008 (wird ca. Mai/Juni aufgeschaltet)

Ziele des Betriebsnetzes

Das FiBL hat zwei Gründe für das Lancieren des Betriebsnetzes: Einerseits sind für die Biolandbauforschung und -beratung zu wenig ökonomische Grundlagendaten vorhanden. Bisher werden Kennzahlen über Einkommen und Kosten von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) zentral ausgewertet. Diese Zahlen sollen nun mit neuen Daten aus Buchhaltungen ergänzt werden. Zu Grundlagendaten gehören aber auch Produktionskosten, Rentabilitäten verschiedene Betriebszweige, sowie die Erhebung von Produktionstechniken für ökonomische Modelle, die am FiBL bearbeitet werden.

Auf der anderen Seite soll die ökonomische Forschung vermehrt in Zusammenarbeit mit den Landwirten durchgeführt werden. Ökonomische Themen, die den am Netz beteiligten Landwirten wichtig scheinen, werden gesammelt und bearbeitet. Der Begriff „ökonomische Themen“ umfasst sowohl Themen der Agrarpolitik, der Verbandspolitik, der Betriebswirtschaft (Produktionskosten, Strategiefindung, …), der Vermarktung von Bioprodukten als auch soziale Themen wie Arbeitsbelastung oder Lebensqualität.

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Nutzen des Betriebsnetzes für Landwirte

Kenntnisse der Ökonomie im Biolandbau nützen den Landwirten, da durch sie für Beratung und Politik bessere Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden können. Auch für strategische Entscheidungen auf dem eigenen Betrieb sind solche Daten dienlich.

Durch eine intensivere Zusammenarbeit von Forschung und Praxis profitieren die Landwirte direkt, indem sie sich neues Wissen aneignen, die ökonomische Forschung am FiBL ein Stück weit mitbestimmen können und aus den Projekten direkten Nutzen für den eigenen Betrieb ziehen können.

Beteiligte Betriebe

Jede Betriebsgruppe soll 5 Betriebe beinhalten. Die folgende Tabelle zeigt die im Netz vorhandenen Betriebsgruppen.

BetriebstypGrösseTalHügelBerg
Spezialkulturen (Gemüse, Kräuter)10-20 ha5
Spezialisierte Milchviehbetriebe10-20 ha555
Spez. Milchviehbetriebe Romandie30-50 ha5
Spez. Mutterkuhbetriebe10-20 ha5
Spez. Mutterkuhbetriebe, Romandie30-50 ha5
Rindvieh: Aufzucht/Mast10-20 ha5
kombinierte Betriebe mit Veredlung (Schweine/Hühner)10-20 ha5
kombinierte Betriebe10-20 ha55

5

Betriebstypen

  • Spezialkulturen: mindestens 10% der offenen Ackerfläche besteht aus Gemüse- oder Kräuteranbau
  • Milch: Vorwiegend oder ausschliesslich Milchproduktion
  • Mutterkühe: Vorwiegend oder ausschliesslich Mutterkühe
  • Anderes Rindvieh: Betriebe ohne Milchkontingent, mit Rindviehaufzucht oder Mast
  • Kombiniert Veredlung: kombinierte Betriebe mit Hühnermast, Eierproduktion oder Schweinemast/-aufzucht
  • Andere kombinierte Betriebe: kombinierte Betriebe, die in keine andere Gruppe passen: vielseitige Betriebe, die „von allem ein wenig“ machen.

Die Betriebe sind, mit Ausnahme des Kantons Tessin, in der ganzen Schweiz verteilt.

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