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Claudia Daniel

Claudia Daniel
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Regulierung der Kirschfruchtfliege

Extensive Regulierung der Kirschfruchtfliege im Hochstammanbau: Zucht und Massenfreilassung von Parasiten

Die Kirschfruchtfliege Rhagoletis cerasi Loew (Diptera: Tephritidae) ist der wichtigste Schädling im Süsskirschenanbau in Europa. Bei unbehandelten Bäumen können bis zu 100% der Kirschen Madenbefall aufweisen. Da Handel und Verbraucher nur einen Befall von maximal 2% tolerieren, sind effiziente Bekämpfungsmassnahmen gefragt. In einem mehrjährigen Projekt konnten neue Bekämpfungsansätze für die moderne Bio-Tafelkirschenproduktion erarbeitet werden: In diesen Produktionssystemen kann die Behandlung der Bäume mit dem insektenparasitischen Pilz Beauveria bassiana den Befall mit Kirschenfliegen effizient verhindern. Für den Hochstammanbau ist diese Methode jedoch ungeeignet. Hier sind neue, extensivere Lösungen gefragt. Im gegenwärtigen Projekt steht die Zucht und Massenfreilassung der parasitischen Schlupfwespe im Vordergrund. Diese Schlupfwespe parasitiert die Puppen der Kirschenfliege im Boden und könnte so die Populationsdichte und damit den Befall mit Kirschenfliegen reduzieren. Diese Methode hätte folgende Vorteile: (1) die Freilassung der Schlupfwespe beeinträchtigt (im Gegensatz zur Anwendung von Netzen) das Landschaftsbild nicht; (2) die Schlupfwespe ist mobil und kann daher auch an weniger gut zugänglichen Standorten eingesetzt werden; (3) der Arbeitsaufwand für eine Freilassung ist gering.