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Oliver Balmer
(Dr. phil.)
Entomologie
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Lukas Pfiffner
(Dr. phil-nat, Ing.Agr. ETH)
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Mit Vielfalt punkten - Bauern beleben die Natur
Naturschutz in der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der Erhaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität). Auf grossen Teilen der Agrarflächen finden jedoch nur noch wenige Arten ausreichende gute Lebensbedingungen. Entsprechend wurde in den letzten Jahren versucht, Landwirtschaftsgebiete ökologisch wieder aufzuwerten. Die bisher angewandten agrarpolitischen Instrumente und Massnahmen zeigen diesbezüglich jedoch wenig Wirkung.
Ziel des Projektes ‚Mit Vielfalt punkten – Bauern beleben die Natur’ (mvp) ist eine naturfreundliche und wirtschaftlich starke Landwirtschaft, welche die Existenz der im Kulturland heimischen Tier- und Pflanzenarten sichert und gleichzeitig der Schweizer Landwirtschaft durch Abgeltung ihrer Naturschutzleistungen einen neuen, an den Standort gebundenen und dadurch exklusiven Einkommenszweig eröffnet.
Dazu werden zwei neue Instrumente entwickelt und überprüft:
- Mit einem neuen Punktesystem sollen die Leistungen von Landwirten zur Förderung der natürlichen Vielfalt bewertet werden kann. Das neue Punktesystem soll Bauern aufzeigen, wo und wie sie ihre Leistung für die Biodiversität verbessern können, und der Politik als Instrument dienen, um die landwirtschaftlichen Direktzahlungen vermehrt an quantifizierbare Leistungen für die Biodiversität zu knüpfen.
- In einem neuen Beratungsansatz soll durch eine gezielte, betriebsspezifische Beratung die Biodiversität effizienter gefördert werden als durch bisherige Ansätze. Die Landwirte können so ihre ökologischen Leistungen gezielt auf ihre lokalen Gegebenheiten ausrichten und dadurch optimieren.
Eine sozioökonomische Analyse untersucht die finanziellen Effekte der Instrumente für Landwirte und Bund. Die Erfahrungen aus dem Projekt fliessen in die Weiterbildung der Landwirte ein. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit wird in der Bevölkerung die Wertschätzung der Biodiversität im Kulturland und damit die Bereitschaft zu deren Entgeltung dieser Mehrleistung durch die Landwirte erhöht.
Ausführlicher Projektbeschrieb (330 KB)
Projektdauer: 2008 bis 2015
Projektleitung: Oliver Balmer, Lukas Pfiffner
Projektpartner/Zusammenarbeit:
Schweizerischen Vogelwarte Sempach
(Projektbeschreibung auf www.vogelwarte.ch
)
Bio Suisse ![]()
IP-Suisse ![]()
Agrofutura AG
– Büro für Agronomie, Ökologie und Ökonomie
Bundesamt für Landwirtschaft BLW ![]()
Bundesamt für Umwelt BAFU ![]()
Institut für Umweltwissenschaften, Universität Zürich
Finanzierung:
- Avina Stiftung
- Sophie und Karl Binding Stiftung
- Vontobel-Stiftung
- Bundesamt für Landwirtschaft
- Stiftung Dreiklang
- IP-Suisse
- Bio Suisse
- Ernst Göhner Stiftung







