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Forschungsschwerpunkte Lebensmittelqualität und Verarbeitung

Lebensmittelqualität und Gesundheit

Die Qualität von biologischen Erzeugnissen, hauptsächlich ernährungsphysiologische Vorteile oder gesundheitliche positive wie negative Wirkungen, ist ein Dauerthema in den Medien und in der Öffentlichkeit. Biolebensmittel unterscheiden sich tatsächlich in vielen Qualitätsfaktoren von solchen aus anderen Anbausystemen. Das FiBL interessiert sich dabei vor allem für die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen der gewählten Anbaumethode und den daraus entstandenen Produktqualitäten der Lebensmittel sowie deren Einfluss auf das Wohlbefinden oder die Gesundheit der Konsumenten. Die ökologische Qualitätsforschung untersucht durch Fütterungs- beziehungsweise Interventionsstudien am Tier und auch am Menschen dieses multidisziplinäre Thema. Dafür werden am FiBL auch ganzheitliche Qualitätserfassungsmethoden erarbeitet und wissenschaftlich validiert. Zudem wird der Einfluss der Mikroflora auf die Produktqualität mit geeigneten Methoden untersucht.

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Projektbeispiel

Lebensmittelsicherheit

Der Markt für Bioprodukte wächst rasant, Handelsströme werden zunehmend international, und beim Bezug von Ökorohstoffen treten vielerorts Engpässe auf. Beim Transport vom Feld über Sammelstelle, Eisenbahn- und Schiffstransport, Silo, Mühle und Bäckerei in den Laden kreuzen sich die Wege von biologischen und konventionellen Produkten. Verwechslungen, Vermischungen und Verschmutzungen müssen ausgeschlossen werden. Damit steigen insgesamt die Anforderungen an die Qualitätssicherung der Bioprodukte. Optimierungen entlang der Produktions-, Verarbeitungs- und Transportketten sind möglich.

Bei Rückstandsfällen (beispielsweise aus Abdrift, direkter Anwendung oder Schädlingsbekämpfung) berät das FiBL betroffene Landwirte, Verarbeitungs- und Handelsfirmen, hinsichtlich Herkunft und Vermeidung.

Durch Kurse, Projekte, Beratungen und Publikationen wirken wir als Informationsplattform und unterstützen die Akteure im Biolandbau (Produzenten, Verarbeiterinnen, Handel, Kontroll- und Zertifizierungsstellen und die Lebensmittelüberwachung) bei der Sicherung der Bioproduktion entlang der ganzen Warenflusskette. Das FiBL arbeitet seit mehr als zehn Jahren in diesem Bereich und kann auf eine grosse Datenmenge an Informationen, Analysen und Fallstudien zurückgreifen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Lagerschädlingen.

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Lebensmittelverarbeitung

Neben Frischprodukten gelangen natürlich auch verarbeitete Bioprodukte auf die Teller der Konsumierenden, und zwar in wirtschaftlich bedeutendem Ausmass. Daher gilt es die Bioidee nicht nur auf der Rohstoffebene, sondern auch im Verarbeitungsbereich längerfristig weiterzuentwickeln und zu etablieren. Es braucht Konzepte für umweltfreundliche und nachhaltige Verarbeitungsverfahren, Rezepturen und Verpackungen. Neben schonenden Verarbeitungsmethoden werden Aspekte wie die sensorische Qualität, der minimale Einsatz von Zusatzstoffen, die Frische sowie die Authentizität zu wichtigen Qualitätskriterien. Im Bereich Verarbeitung nimmt sich das FiBL dieser Fragen an und entwickelt in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Forschung, der Kontrolle und der Industrie Lösungen und Verbesserungen. Erfahrungen aus Forschungsprojekten und ein weites Kompetenznetzwerk ermöglichen es dem FiBL, problemorientierte Beratung im Bereich Verarbeitung und Handel sowie spezielle Fachtagungen anzubieten.

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  • Ursula Kretzschmar

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