Kontakt
Ursula Kretzschmar-Rüger
(Dipl. LM. Ing. ETH)
Lebensmittelqualität und Verarbeitung
Fachgruppenleiterin
FiBL
Ackerstrasse
CH-5070 Frick
Telefon +41 (0)62 865-0415
Fax +41 (0)62 865-7273
ursula.kretzschmar@no-spam.fibl.org
Lebensmittelqualität und Verarbeitung
Die Fachgruppe bearbeitet Projekte entlang der ganzen Lebensmittelkette (from farm to fork). Dabei können die Schwerpunkte Produktqualität, Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelverarbeitung und Risikoabschätzung unterschieden werden.
Mit verschiedenen Methoden werden qualitative Unterschiede von biologischen und Lebensmitteln aus anderen Anbausystemen und deren gesundheitlicher Einfluss bei Tier und Mensch erforscht. Bioprodukte sollen entlang der ganzen Warenflusskette vor unerwünschten Einträgen geschützt werden. Die „Bio-Idee“ soll auch in der Verarbeitung entwickelt und etabliert werden. Dazu werden Konzepte für eine umweltfreundliche Verarbeitung erarbeitet und neue Technologien bezüglich ihrer Risiken beurteilt.
Team
Literatur
Literatur der Fachgruppe in der Datenbank Organic Eprints ![]()
Forschungsschwerpunkte
Lebensmittelqualität und Gesundheit
Lebensmittelsicherheit
Verarbeitung
Beurteilung neuer Technologien
Lebensmittelqualität und Gesundheit
Die Qualität von biologischen Erzeugnissen, hauptsächlich ernährungsphysiologische Vorteile oder gesundheitliche positive wie negative Wirkungen, ist ein Dauerthema in den Medien und in der Öffentlichkeit. Biolebensmittel unterscheiden sich tatsächlich in vielen Qualitätsfaktoren von solchen aus anderen Anbausystemen. Das FiBL interessiert sich dabei vor allem für die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen der gewählten Anbaumethode und den daraus entstandenen Produktqualitäten der Lebensmittel sowie deren Einfluss auf das Wohlbefinden oder die Gesundheit der Konsumenten. Die ökologische Qualitätsforschung untersucht durch Fütterungs- beziehungsweise Interventionsstudien am Tier und auch am Menschen dieses multidisziplinäre Thema. Dafür werden am FiBL auch ganzheitliche Qualitätserfassungsmethoden erarbeitet und wissenschaftlich validiert. Zudem wird der Einfluss der Mikroflora auf die Produktqualität mit geeigneten Methoden untersucht.
Kontakt: Kathrin Seidel
Lebensmittelsicherheit
Der Markt für Bioprodukte wächst rasant, Handelsströme werden zunehmend international, und beim Bezug von Ökorohstoffen treten vielerorts Engpässe auf. Damit steigen insgesamt die Anforderungen an die Qualitätssicherung der Bioprodukte, aber auch der Anreiz für diejenigen, die es mit den Bioanforderungen nicht so genau nehmen, in diesen lukrativen Markt einzusteigen. Auch mit einem der besten Qualitätssicherungssysteme des gesamten Lebensmittelmarktes ist die Biobranche vor Missbräuchen nicht gänzlich gefeit; Optimierungen entlang der Produktions-, Verarbeitungs- und Transportketten sind möglich. Durch gezielte Kurse, Projekte, Beratungen und Publikationen wirken wir als Informationsplattform und unterstützen die Akteure im Biolandbau (Produzenten, Verarbeiterinnen, Kontroll- und Zertifizierungsstellen und die Lebensmittelüberwachung) in ihren Bemühungen zur Sicherung der Bioproduktion entlang der ganzen Warenflusskette. Das FiBL kann mittlerweile auf eine grosse Datenmenge an Informationen, Analysen und Fallstudien zurückgreifen.
Kontakt: Gabriela Wyss
Verarbeitung
Neben Frischprodukten gelangen natürlich auch verarbeitete Bioprodukte auf die Teller der Konsumierenden, und zwar in wirtschaftlich bedeutendem Ausmass. Daher gilt es die Bioidee nicht nur auf der Rohstoffebene, sondern auch im Verarbeitungsbereich längerfristig weiterzuentwickeln und zu etablieren. Es braucht Konzepte für umweltfreundliche und nachhaltige Verarbeitungsverfahren, Rezepturen und Verpackungen. Neben schonenden Verarbeitungsmethoden werden Aspekte wie die sensorische Qualität, der minimale Einsatz von Zusatzstoffen, die Frische sowie die Authentizität zu wichtigen Qualitätskriterien. Im Bereich Verarbeitung nimmt sich das FiBL dieser Fragen an und entwickelt in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Forschung, der Kontrolle und der Industrie Lösungen und Verbesserungen. Erfahrungen aus Forschungsprojekten und ein weites Kompetenznetzwerk ermöglichen es dem FiBL, problemorientierte Beratung im Bereich Verarbeitung und Handel sowie spezielle Fachtagungen anzubieten.
Kontakt: Ursula Kretzschmar
Beurteilung neuer Technologien
Neue Technologien können grosse Chancen beinhalten, aber möglicherweise auch grosse Risiken. Wir befassen uns mit der Beurteilung und der vorausschauenden Vermeidung der Risiken von neuen Technologien in der biologischen Lebensmittelproduktion. Im Zentrum der Tätigkeit stehen die Beurteilung der Gentechnik und ihre Anwendung vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Lebensmittelherstellung. Mit Information und Beratung stehen wir einerseits den Akteuren im Biolandbau zur Seite. Andererseits untersuchen wir relevante Fragestellungen der Lebensmittelproduktion ohne gentechnisch veränderte Organismen (GVO) wie Kosten der Koexistenz und Saatgutreinheit sowie Monitoring von GVO in der Umwelt. Seit Kurzem steht auch die Nanotechnologie auf der Agenda. Diese könnte vor allem für die schonende Verarbeitung und qualitätserhaltende Verpackung von biologischen Produkten interessant sein. Dieser Hoffnung stehen Bedenken bezüglich der Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Umwelt und auf die Gesundheit gegenüber.
Kontakt: Bernadette Oehen







