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Paul Mäder

Paul Mäder
(Dr. phil, Dipl. Ing. Agr. ETH)

Departement für Bodenwissenschaften
Departementsleiter
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 62 865-7232
Fax +41 62 865-7273
paul.maeder(at)fibl.org

Forschungsschwerpunkte Bodenwissenschaften

Langzeitversuche

Die Anbautechniken und -strategien im Biolandbau haben sich in den letzten 50 Jahren ständig weiterentwickelt, was zu gesteigerten Erträgen geführt hat. Dennoch hat die biologische Produktion nach wie vor ein erhebliches Optimierungspotenzial. Dazu zählt die systematische Umsetzung des Konzeptes der öko-funktionalen Intensivierung im Biolandbau in entwickelten Regionen wie auch in Entwicklungsländern. In diesem Zusammenhang bieten Langzeitversuche eine ideale Forschungsplattform, wobei folgenden Fragen nachgegangen wird:

  • Wie produktiv sind verschiedene low-external-input, biologische und bodenkonservierende Anbausysteme langfristig im Vergleich zu traditionellen und high-input Systemen?
  • Wie können konservierende Bodenbearbeitungspraktiken in biologischen Anbausystemen ohne synthetischen Stickstoffdünger und Herbizide integriert werden?

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Paul Mäder

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Bodenqualität und -funktionen

Böden üben wichtige Funktionen aus, durch die sie wichtige Leistungen für den menschlichen Wohlstand sowie das Funktionieren von natürlichen Kreisläufen und Prozessen erfüllen. Zu diesen sogenannten Ökosystemdienstleistungen gehören sowohl der Produktionsfaktor Boden zur Nahrungsmittelerzeugung als auch dessen Regelungsfunktion der Kreisläufe von Wasser, Luft sowie organischen und mineralischen Stoffen, indem sie Stoffe filtern, puffern, transformieren, emittieren und speichern (inkl. Kohlenstoff). Zudem stellen Böden Lebensräume dar und sind somit wichtige Habitate für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Viele der Leistungen sind eng mit der organischen Bodensubstanz verknüpft, welche direkt auf Bodenstruktur und Bodenfruchtbarkeit einwirkt. Dies trägt zur Verbesserung der Pflanzenproduktivität und -gesundheit, des Wasserhaltevermögens und der Toleranz gegenüber Trockenheit und extremen Wetterereignissen bei. Ein intakter und funktionstüchtiger Boden ist besonders für biologische Anbausysteme von essentieller Bedeutung, da diese im besonderen Masse von biologisch katalysierten Umsetzungsprozessen abhängen.

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Andreas Fliessbach

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Pflanzliche Symbiosen

Pflanzensymbiosen bilden die Schnittstelle zwischen Pflanzenwurzeln und Boden und leisten enorm wichtige Ökosystemdienstleistungen wie Nährstoffaufnahme und -abgabe, Bodenstrukturbildung und Krankheitsunterdrückung. Dieser Forschungsbereich gewinnt immer mehr an Bedeutung für zukünftige nachhaltige Anbausysteme und der weiteren weltweiten Entwicklung in Richtung öko-funktionaler Intensivierung. Innerhalb dieses Themenclusters gehen wir den folgenden Fragen nach:

  • Wie können Pflanzensymbiosen wie z.B. Mykorrhiza und pflanzenwachstumsfördernde Wurzelbakterien praktikabel und effizient gemanagt werden?
  • Wie können diese zur Verbesserung der Phosphornutzungseffizienz und zur Verbesserung anderer wichtiger Leistungen gezielt genutzt werden?

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Cécile Thonar

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Klimawandel und biologischer Landbau

Die Reduzierung von Treibhausgasen und die Erhöhung der Anpassungskapazität an den Klimawandel sind von hoher Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung von zukünftigen Anbausystemen. Daher gehören sie auch zum Konzept der öko-funktionalen Intensivierung. Innerhalb dieses Themenclusters gehen wir den folgenden Fragen nach:

  • Welches Potential haben biologischen Anbausysteme den Klimawandel zu reduzieren?
  • Können Innovationen wie Biokohle zur Reduzierung des Klimawandels beitragen?
  • Wie kann das Anpassungspotential von Bioanbausystemen an den Klimawandel verbessert werden?

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Andreas Gattinger

Weiterführende Informationen

Themenseite: Klimaschutz und Biolandbau

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Sonstige

Neben ihrer Forschungstätigkeit stellen einzelne Mitarbeiter des Departements Bodenwissenschaften ihr Fachwissen anderen Projekten des FiBL, der Bio Suisse und weiteren Organisationen zur Verfügung. So beurteilen wir die Dünger der Betriebsmittelliste und für die Hilfsstoffknospe der Bio Suisse oder vertreten die Bio Suisse in behördlichen Gremien. Im FiBL-Labor werden Analysen für alle Departements durchgeführt, mikrobielle Biomasse auch für externe Auftraggeber. In ihren Kompetenzbereichen, z.B. in der Durchführung und Auswertung von Feldversuchen, berät das Departements für Bodenwissenschaften auch die anderen Departements.

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