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FiBL-Projekt

Projekttitel Prüfung neuer Maissorten für den Biolandbau
Projekttitel in der Originalsprache Prüfung neuer Maissorten für den Biolandbau
FiBL-Projektnummer 55262
Abstract

Prüfung neuer Sorten für den Bioanbau in Praxisversuchen. Vergleich von Hybridensorten mit Populationssorten.
Projektziele:

  • Periodische Sortenversuche unter Biobedingungen helfen den Praktikern bei der Sortenauswahl.
  • Vergleich von Populationssorten und Hybriden, welche speziell für den Bioanbau gezüchtet wurden mit Standardhybriden.
  • Grundlage für eine Sortenliste mit empfehlendem Charakter für den Bioanbau.
  • Demoobjekte für Flurbegehungen
Detaillierte Projektbeschreibung

Mais wird züchterisch stark bearbeitet. Das Sortenspektrum im Biolandbau unterscheidet sich bisher nur wenig vom konventionellen. Die Hochleistungshybriden (Doppelhybriden) sind speziell für intensive Ackerbaustandorte gezüchtet und sind heute Standard. DSP (Delley Samen und Pflanzen AG) hat nun einfachere Hybriden gezüchtet, die sich speziell für den Biolandbau eignen sollen. Die Getreidezüchtung Peter Kunz (GZPK) geht noch weiter und hat seit 2011 eine offen abblühende Sorte (Populationssorte) im Angebot, von der auch problemlos ein Nachbau möglich wäre. Die Sorte wurde züchterisch durch positive Auslese verbessert und es steht jetzt die Nachfolgesorte OPM12 zur Verfügung. Weder die Sorten von DSP noch die Sorten von GZPK sind auf der Liste der empfohlenen Sorten von swissgranum gelistet.

Da es beim Mais keine Biosortenversuche gibt, erfolgt keine spezielle Auslese für die Biosortenliste. Die Selektion erfolgt aufgrund firmeneigener Versuche der Saatguthersteller oder der konventionellen Sortenprüfung. Die Biosortenliste ist eher eine Verfügbarkeitsliste denn eine Liste mit empfehlendem Charakter. Momentan genügt es, wenn die Sorte unter Biobedingungen vermehrt wurde und in einem EU-Land als Sorte zugelassen wurde.

In Zukunft sollte eine minimale Biosortenprüfung erfolgen, damit Erkenntnisse über die Eignung für den Bioanbau verfügbar sind, d.h. neben dem Ertrag auch die Resistenz, Jugendentwicklung und die Verdaulichkeit gemessen werden.

Um auf die Eignung für den Biolandbau geprüft zu werden, müssten die Sorten mindestens zwei Jahre in einem Versuchsnetz auf Biobetrieben getestet worden sein. Das muss nicht so aufwändig wie bei Winterweizen sein. Idealerweise sollten mindestens vier Betriebe im Netz mitmachen.

Projektstatus laufend
Projektbeginn 01.01.2017
Projektende 31.12.2019
Finanzierung/ Donor
  • Bio Suisse
Projektpartner
  • Kanton Aargau
  • Kanton Zürich
  • GZPK (Getreidezüchtung Peter Kunz)
  • DSP (Delley Samen und Pflanzen AG)
  • Knospe-Betriebe
FiBL-Projektleitung/ Kontakt
FiBL-Mitarbeitende
Rolle des FiBL

Koordination und Durchführung des Projekts

Forschungsschwerpunkte
Themen
Änderungsdatum 08.11.2017
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