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FiBL-Projekt

Projekttitel Summer School – Entwicklung von Wertschöpfungsketten, um die UN-Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung unterstützen
Projekttitel in der Originalsprache Summer School – Designing Food Value Chains to foster the UN Sustainable Development Goals
Offizielles Akronym Summer School
FiBL-Projektnummer 35137
Abstract

Das bestehende Ernährungssystem ist nicht in der Lage, die Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren. Weniger Umweltbelastungen, effizientere Ressourcennutzung, Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, Schliessung von Nährstoffkreisläufen, aber auch stabile Erträge, bessere Verteilung von Nahrungsmitteln, Vermeidung von Verlusten, faire Handelsbeziehungen und mehr Ernährungssouveränität gehören hier zu den wichtigsten Herausforderungen. Hierbei kommt der Umgestaltung bestehender und der Entwicklung nachhaltiger Food Value Chains (Lebensmittelwertschöpfungsketten) auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene eine entscheidende Rolle zu. An welchen Zielen sich diese Entwicklung und Umgestaltung orientieren muss, zeigen die neuen Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen (UN), die am 1. Januar 2016 in Kraft getreten sind.
Mit der Ausbildung junger Wissenschaftlern auf Bachelor- und Masterniveau will das FiBL zusammen mit der ZHAW (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), der University of Bangalore, Indien und der University of Ljubljana, Slowenien zu diesen Entwicklungen beitragen. Dies wird mit einer internationalen Summer School sowie der Erstellung von interaktiven E-Learning-Tools umgesetzt. Das Leitthema der in der Schweiz, in Indien und in Slowenien stattfindenden Summer School und des E-Learning lautet: "Designing Food Value Chains to foster the UN Sustainable Development Goals".

Detaillierte Projektbeschreibung

Die Herausforderungen im Kontext der zukünftigen Welternährung werden im Weltagrarbericht (2009) deutlich. Über 800 Millionen Menschen hungern auf diesem Planeten, während 1,9 Milliarden an Übergewicht und krank machender Fettleibigkeit leiden. Das bestehende Ernährungssystem ist nicht in der Lage, die Weltbevölkerung gesund zu ernähren und trägt zudem zu Klimawandel, Artensterben, Wasserknappheit, Armut und Ungerechtigkeit bei.

Stabile Erträge, weniger Umweltbelastungen, effizientere Ressourcennutzung, bessere Verteilung von Nahrungsmitteln, Vermeidung von Verlusten und mehr Ernährungssouveränität gehören zu den wichtigsten Herausforderungen für die Menschheit.

In Bezug auf diese Probleme kommt der Gestaltung nachhaltiger Food Value Chains (FVC) eine entscheidende Rolle zu. Aufgrund der Komplexität der Wertschöpfungsketten im Nahrungsmittelbereich und ihrer globalen Vernetzungen müssen vielfältige Herausforderungen zeitgleich und unter Einbezug aller Stakeholder angegangen werden. Diese umfassen sowohl Bauern und Lebensmittelhandel und -verarbeitung als auch Politik und Gesellschaft. Weltweit sind Fachkräfte in öffentlichen, privaten und Nicht-Regierungsorganisationen gefragt, innovative Lösungen zu entwickeln, um diesen Herausforderungen zu begegnen (FAO, 2014).
Mit dem vorliegenden Kooperationsprojekt sollen junge Forschende und zukünftige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger so ausgebildet werden, dass sie eigene und neue Ideen für zukünftige Wertschöpfungsketten entwickeln können. Mit welchen Zielen diese Umgestaltung stattfinden muss, zeigen die neuen Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen (UN), die am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Es handelt sich dabei um die politischen Zielsetzungen der Vereinten Nationen, deren zentrale Punkte ein globales Wirtschaftswachstum, die Reduzierung von Ungleichheiten sowie ein nachhaltiges Management von natürlichen Ressourcen sind, das den Erhalt von Ökosystemen gewährleistet (Vereinte Nationen, 2015).
Die Studierenden werden ausgebildet, neue Lösungen für die Gestaltung nachhaltiger Food Value Chains zu entwickeln und umzusetzen. Sie tragen dazu bei, Wertschöpfungsketten in Zukunft nachhaltiger zu gestalten, indem sie…

  • durch den internationalen Austausch eine globale Sicht auf Food Value Chains erhalten; sie werden diesen Erkenntnisgewinn in zukünftige Entscheidungen einbauen,
  • sich konkret mit den Herausforderungen für die Gestaltung nachhaltiger FVC im Hinblick auf die SDG beschäftigen,
  • innovative und wissenschaftlich fundierte Lösungen für diese Herausforderungen entwickeln,
  • diese Lösungen in interkulturell und interdisziplinär besetzten Teams erarbeiten,
  • wertvolle Erkenntnisse für eine zukünftige Arbeit in Wissenschaft und Industrie gewinnen.

Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen sind Leitgedanke des Projektes. Die 17 Ziele sind eng miteinander verknüpft und können/sollen nicht völlig losgelöst voneinander betrachtet werden. Dennoch wird in diesem Projekt ein spezieller Fokus auf die folgenden drei Ziele gelegt:

  • SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
  • SDG 12: Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
  • SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen

Dazu werden die folgenden Instrumente entwickelt:

  • E-Learning Module: Mit diesen Instrumenten wird die Bedeutung nachhaltiger Food Value Chains für die SDG einem breiten Publikum vermittelt.
  • Mini-Projekte: Sie sind Inhalt der Bewerbung Studierender für die Summer School
  • Summer School für 30 Studierende der Partneruniversitäten der Schweiz, Indien, Slowenien und aus anderen Staaten.
Projektstatus laufend
Projektbeginn 01.07.2016
Projektende 31.12.2019
(Forschungs-)Programm
  • Stiftung Mercator Schweiz – Handlungsfeld ökologische Landwirtschaft
Projektpartner
  • ZHAW - Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Schweiz
  • University of Ljubljana, Slowenien
  • University of Agricultural Sciences, Bengalore, Indien
FiBL-Projektleitung/ Kontakt
FiBL-Mitarbeitende
Rolle des FiBL

Projektpartner

Forschungsschwerpunkte
Themen
Änderungsdatum 16.08.2016
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