Startseite » FiBL Österreich » Arbeitsschwerpunkte » Nachhaltigkeitsbewertung

Kontakt

Thomas Drapela

Drapela Thomas
(Dr. nat. techn.)

Nachhaltigkeitsbewertung

FiBL
Seidengasse 33-35/13
A-1070 Wien

Telefon +43 1 9076313-28
Fax +43 1 9076313-20
thomas.drapela(at)fibl.org

Kontakt

Thomas Lindenthal

Thomas Lindenthal
(Dr. rer. nat. techn.)

Klimaschutz
FiBL
Seidengasse 33-35/13
A-1070 Wien

Telefon +43 (0)1 9076313-22
Mobil +43 (0)699 10380080
Fax +43 (0)1 9076313-20
thomas.lindenthal(at)fibl.org

Thema: Biodiversität

Schachbrettfalter

Biodiversität auf www.fibl.org

Thema: Nachhaltigkeitsanalyse

Diagramm Climate change mitigation

Nachhaltigkeitsanalyse auf www.fibl.org

Ökologische Nachhaltigkeitsbewertung

Berechnung von CO2, Wasser und Biodiversität

Logo Nachhaltigkeit

FiBL Österreich und FiBL Schweiz setzen neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. Im Auftrag des Supermarktkonzerns Hofer KG berechnet das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) die Nachhaltigkeit von Biolebensmitteln und berücksichtigt dabei Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Naturvielfalt.

Downloadbereich

Schon mit der Berechnung der Treibhausgasemissionen („CO2-Fußabdruck“) sämtlicher "Zurück zum Ursprung"-Produkte (Biomarke des Lebensmitteldiskonters Hofer) konnte das Team von FiBL Österreich hinsichtlich des Einsparungspotentials einen Erfolg für die Biologische Landwirtschaft verbuchen: Mithilfe eines umfassenden Klimabewertungsmodells unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Handel, konnten die Wissenschafterinnen und Wissenschafter aufzeigen, dass alle berechneten Premium Bioprodukte der Hofer KG eine deutlich bessere CO2-Bilanz  aufweisen als vergleichbare konventionelle Produkte.

Der CO2-Fußabdruck war aber nur der erste Schritt: Mittels einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung berechnet nun das FiBL Österreich gemeinsam mit dem FiBL Schweiz für das gesamte "Zurück zum Ursprung"-Sortiment, ob und wie viel Treibhausgasemissionen und Wasser durch Biologische Landwirtschaft eingespart werden und wie sehr die Naturvielfalt (Biodiversität) durch Biolandbau gefördert wird. Diese Nachhaltigkeitseffekte sind in Prozentangaben auf jeder Verpackung der Biopremium-Marke zu finden. Konsumentinnen und Konsumenten können so bei jedem Produkt nachvollziehen, welchen Beitrag sie beim Kauf von Biolebensmitteln zum Klimaschutz, zur Schonung der Wasser-Ressourcen und zur Förderung der Naturvielfalt  leisten.

Ziele der Studie

Ökologische Nachhaltigkeitsbewertung von biologischen und konventionellen Lebensmitteln

  • Klimawirkung: CO2-Fußabdruck, Bilanzierung der Treibhausgase -> CO2-eq –Emissionen / kg  Produkt
  • Wasserverbrauch / Wasserbilanzierung: Bilanzierung des „Wasserrucksacks“ -> Verbrauch Liter Wasser / kg Produkt
  • Biodiversitätsbewertung: Bewertung des Biodiversitätspotentials maßnahmenorientierter Bewertungsansatz -> % potenzielle Naturvielfalt

Methode der Studie

Treibhausgas-Bilanzierung / Klimawirkung

  • „Life Cycle Assessment“ (LCA) entsprechend den
    • ISO-Richtlinien 14040 und 14044
    • IPCC (2007)
  • entlang der gesamten Wertschöpfungskette
    • Vorleistungen in der Landwirtschaft
    • Landwirtschaftliche Produktion
    • Transport
    • Lebensmittelverarbeitung
    • Verpackung
    • Lagerung

Wasserverbrauch

  • Bilanzierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette (wie bei der Klimawirkung/Treibhausgasbilanzierung, s. oben)
  • aufbauend auf FiBL-CO2-Bilanzierungsmodellen und landwirtschaftlichen Betriebsdaten
  • basierend auf international renommierten Modellen im Bereich der Quantifizierung des „Water Footprints“
  • erstmals berücksichtigt: Wasserbeeinträchtigung im vorgelagerten Wirtschaftsbereich sowie die für den Wasserhaushalt relevanten Emissionen von Transporten
  • Berücksichtigung der drei Formen des Wasserverbrauches
    • „Blaues Wasser“- direkter Wasserverbrauch: Oberflächen- und Grundwasser, das direkt für die Produktion eingesetzt wird (z.B. Bewässerungswasser, Wasser für die Tränke der Tiere, Wasserverbrauch der Molkerei, Wasser zur Reinigung von Anlagen, Kühlungswasser bei Mineraldüngerherstellung, …)
    •  „Grünes Wasser“- Verdunstungswasser: Wasser, das die Pflanzen während der gesamten Wachstumszeit verdunsten und somit über Niederschläge oder Bewässerung benötigen.
    •  „Graues Wasser“-  Abwasser-Verdünnung der Nährstoff-/Schadstofffrachten: Volumen an benötigtem Frischwasser, um Schadstofffrachten und verschmutztes Wasser aufzunehmen und auf Gehalte unter Grenzwerten zu „verdünnen“ (z.B. Nitrat-, Phosphor- und Pestizideintrag aus der Landwirtschaft in Grund- und Oberflächengewässer; Abwässer aus Molkereien etc.)

Biodiversität

  • Erstellung eines neuen Biodiversitäts-Bewertungsmodells zur gesamthaften Erfassung der Biodiversität auf Basis von bestehenden Bewertungsmethoden
    • Punktesystem Schweiz: gesamtbetrieblich, nicht produktbezogen
    • SALCA BD: maßnahmen- und schlagbezogene Methode
    • CH-FARMIS: Evaluationsmethodik, Betriebstypen-, Regionen- und Produktbezug/Sektorbezug
  • Berücksichtigung aller Dimensionen von Biodiversität
    • Artendiversität
    • Habitatdiversität
    • Genetische Diversität
  • Bewertung des Biodiversitätspotentials der Betriebe anhand von insgesamt über 60 Parametern zu Bewirtschaftung und ökologischen Flächenqualitäten und deren Wirkungen auf Artenvielfalt, genetische Vielfalt und Habitatvielfalt bzw. auf ausgewählte Indikatorgruppen (z.B. Gefäßpflanzen, Tagfalter, Vögel, Amphibien, Reptilien, Bodenorganismen)

Datengrundlage

  • Auswertung statistischer, regional verorteter Daten
  • Interviews mit Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern
  • Interviews mit Expertinnen und Experten
  • Flächenbegehungen
  • Luftbildanalysen

Projektbeteiligte

Auftraggeber

Werner Lampert Beratungsges.m.b.H. / Hofer KG

Durchführung

Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich & FiBL Schweiz)

FiBL Österreich

FiBL Schweiz

Projektleitung

Dr. Thomas Lindenthal