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Berechnung von Treibhausgasemissionen, Wasserbedarf, Biodiversitätspotential und Mehrwert für die Region

Im Auftrag des Supermarktkonzerns Hofer KG berechnen FiBL Österreich und FiBL Schweiz Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Biodiversitätspotential und Mehrwert für die Region für die Produkte der Biomarke "Zurück zum Ursprung". Die Zurück zum Ursprung-Produkte werden vergleichbaren konventionellen Produkten gegenübergestellt und die Vorteile in Prozentangaben auf den Verpackungen ausgewiesen. Konsumentinnen und Konsumenten können so bei jedem Produkt nachvollziehen, welchen Beitrag sie beim Kauf von regionalen Biolebensmitteln zum Klimaschutz, zur Schonung der Wasser-Ressourcen, zur Förderung der Naturvielfalt sowie zur sozio-ökonomischen Stärkung von Regionen leisten.

Ziele der Studie

Bewertung von ausgewählten Nachhaltigkeitsaspekten von biologischen und konventionellen Lebensmitteln

  • Klimawirkung: CO2-Fußabdruck, Bilanzierung der Treibhausgase (CO2-eq –Emissionen/kg Produkt)
  • Wasserverbrauch / Wasserbilanzierung: Bilanzierung des „Wasserrucksacks“ (Verbrauch Liter Wasser/kg Produkt)
  • Biodiversitätsbewertung: Bewertung des Biodiversitätspotentials, maßnahmenorientierter Bewertungsansatz (Wie biodiversitätsfördernd arbeitet ein landwirtschaftlicher Betrieb?) (% Biodiversitätspotenzial)
  • Mehrwert für die Region: Sozio-ökonomische Analyse und Bewertung reginoaler Lebensmittel (% Mehrwert für die Region)

Methode der Studie

Treibhausgas-Bilanzierung / Klimawirkung

  • „Life Cycle Assessment“ (LCA) entsprechend den

    • ISO-Richtlinien 14040 und 14044
    • IPCC (2007)

  • entlang der gesamten Wertschöpfungskette

    • Vorleistungen in der Landwirtschaft
    • Landwirtschaftliche Produktion
    • Transport
    • Lebensmittelverarbeitung
    • Verpackung
    • Lagerung

  • Siehe auch: CO2-Fußabdruck von Bioprodukten
CO2-Vergleich

Wasserbedarf

  • Bilanzierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette (wie bei der Klimawirkung/Treibhausgasbilanzierung, s. oben)
  • aufbauend auf FiBL-CO2-Bilanzierungsmodellen und landwirtschaftlichen Betriebsdaten
  • basierend auf international renommierten Modellen im Bereich der Quantifizierung des „Water Footprints“
  • erstmals berücksichtigt: Wasserbeeinträchtigung im vorgelagerten Wirtschaftsbereich sowie die für den Wasserhaushalt relevanten Emissionen von Transporten
  • Berücksichtigung der drei Formen des Wasserverbrauches

    • „Blaues Wasser“- direkter Wasserverbrauch: Oberflächen- und Grundwasser, das direkt für die Produktion eingesetzt wird (z.B. Bewässerungswasser, Wasser für die Tränke der Tiere, Wasserverbrauch der Molkerei, Wasser zur Reinigung von Anlagen, Kühlungswasser bei Mineraldüngerherstellung, …)
    • „Grünes Wasser“- Verdunstungswasser: Wasser, das die Pflanzen während der gesamten Wachstumszeit verdunsten und somit über Niederschläge oder Bewässerung benötigen.
    • „Graues Wasser“-  Abwasser-Verdünnung der Nährstoff-/Schadstofffrachten: Volumen an benötigtem Frischwasser, um Schadstofffrachten und verschmutztes Wasser aufzunehmen und auf Gehalte unter Grenzwerten zu „verdünnen“ (z.B. Nitrat-, Phosphor- und Pestizideintrag aus der Landwirtschaft in Grund- und Oberflächengewässer; Abwässer aus Molkereien etc.)

Wasserbedarf

Biodiversität

  • Entwicklung einer neuen Methode zur Bewertung der Biodiversitätsleistung von landwirtschaftlichen Betrieben anhand ihrer Bewirtschaftungspraxis und Ausstattung mit naturnahen Flächen und Landschaftselementen.
  • Basierend auf bestehenden, etablierten Methoden:

    • Punktesystem Schweiz: gesamtbetrieblich, nicht produktbezogen
    • SALCA BD: maßnahmen- und schlagbezogene Methode
    • CH-FARMIS: Evaluationsmethodik, Betriebstypen-, Regionen- und Produktbezug/Sektorbezug

  • Berücksichtigung aller Dimensionen von Biodiversität

    • Artendiversität
    • Habitatdiversität
    • Genetische Diversität

  • Bewertung des Biodiversitätspotentials der Betriebe anhand von insgesamt über 90 Parametern zu Bewirtschaftung und Ausstattung mit naturnahen Flächen und Landschaftselementen und deren Wirkungen auf genetische Vielfalt, Habitatvielfalt und Artenvielfalt von 11 ausgewählten Indikatorgruppen (Gefäßpflanzen, Bodenmikroorganismen, Bodentiere, Laufkäfer, Spinnen, Wildbienen, Heuschrecken, Tagfalter, Amphibien, Vögel und Kleinsäuger)
Naturvielfalt

Mehrwert für die Region

  • Erstellung eines Modells, dass den sozio-ökonomischen Mehrwert den ein regional ausgelobtes Lebensmittel auf seine Ursprungsregion ausübt bewertet
  • Basiert auf 29 Indikatoren die für jedes relevante Wertschöpfungskettensegement bewertet und zu folgenden Bereichen zusammengefasst werden

    • Regionale Wertschöpfung
    • Regionale Resilienz
    • Betriebliche Resilienz
    • Produkteigenschaften

  • Datengrundlage ist die Auswertung statistischer, regional verorteter Daten, Interviews mit Expertinnen sowie wichtige Akteuren der jeweiligen Wertschöpfungskette
  • Siehe auch: Mehrwert für die Region
Mehrwert für die Region