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Robert Hermanowski

Robert Hermanowski
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Unterscheidung ökologischer und konventioneller Produkte

BÖL-Projekt "Weiterentwicklung und Nutzungsempfehlungen ausgewählter Methoden zur Unterscheidung von ökologischen und konventionellen Produkten"

Ziel des Projektes ist es, Methoden zur Unterscheidung von ökologischen und konventionellen Produkten zu evaluieren und diese nach vorgängig festgelegten Kriterien zu bewerten - z.B. nach Anwendungsmöglichkeiten und Aussagesicherheit für Qualitätssicherungssysteme in den Unternehmen, aber auch für die Anwendung im Kontrollsystem durch Kontrollstellen und zuständige Behörden. Das Projekt sieht die Weiterentwicklung von ausgewählten Methoden vor, die auf unterschiedliche Weise Rückschlüsse auf die ökologische Qualität der Erzeugnisse zulassen, wie die stabile Isotopenmassenspektrometrie (IRMS) und die Fluoreszenz-Anregungs-Spektroskopie (FAS). Diese Methoden sollen je nach ihren Möglichkeiten auf ein breiteres Spektrum von Produktgruppen bzw. Produkten ausgeweitet werden. Im Bereich der Probenlieferung wird die aktive Zusammenarbeit mit der Lebensmittelwirtschaft angestrebt. In Praxistests mittels IRMS und FAS wird anhand von Marktproben (Agrarrohwaren und verarbeitete Produkte) die Praxistauglichkeit überprüft. Dazu gehört auch die Abklärung des Aufwands und der Kosten, die ein Unternehmen oder eine Kontrollstelle tragen muss, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Neben den bereits validierten Methoden IRMS und FAS haben wir im Rahmen des Projekts mit den sogenannten Profiling-Methoden (Proteinmuster) eine dritte Methode weiterentwickelt, die aber derzeit noch keine Praxisrelevanz hat.

Weiterentwicklung von IRMS und FAS

Die validierten Methoden IRMS und FAS werden mittels festgelegter Kriterien (z. B. Verwendungsbereich oder Aussagesicherheit) auf ihre Eignung in der Unterscheidung von Lebensmitteln aus ökologischem und konventionellem Anbau geprüft. Die Isotopenanlyse (IRMS) wird zusätzlich im Hinblick auf die Bewertung von Kausalitäten ("Stimmt die Herkunft oder die Identität im Vergleich zu einem Rückstellmuster?") kritisch bewertet.

Bislang existieren keine umfangreichen praxistauglichen Datensätze aus den beiden Methoden. Zum Aufbau der Datensätze und zur Überprüfung der Anwendbarkeit der Untersuchungsmethoden in der Praxis - d. h. im Rahmen des Kontrollverfahrens und der firmeninternen. Qualitätssicherung - benötigen die beiden Labore Probenmaterial von verschiedenen Produkten (Weizen, Möhren Kartoffeln, Eier etc.) sowohl in ökologischer als auch in konventioneller Qualität. Die Kontrollstelle GfRS und die Marktgesellschaft der Naturland Betriebe unterstützen die Labor bei der Beaschaffung des Probenmaterials.

Überprüfung der Praxistauglichkeit und Anwendung in der Praxis

  • Überprüfung der Analysemethoden anhand von Praxistests an ausgewählten Produkten in den beteiligten Unternehmen und durch die beteiligten Kontrollstellen mit anschließender Auswertung und ggf.
  • Überprüfung der Anwendbarkeit der Methoden in Bezug auf
    • die Unterscheidung zwischen ökologischen und konventionellen Produkten
    • die Anwendbarkeit der Methoden zur zweifelsfreien physischen Identifizierung der Ware
    • die Anwendbarkeit der Methoden im der firmeninternen Qualitätssicherung
    • die Anwendbarkeit der Methoden in der Öko-Kontrolle
  • Betriebswirtschaftliche Abklärung hinsichtlich Aufwands in der Nutzung und
  • Etablierung der Methoden für aussagekräftige Ergebnisse
  • Entwicklung eines Konzepts zur Integration der identifizierten Methoden in die firmeneigenen Qualitätssicherungssysteme
  • Entwicklung eines Konzept zur Integration der identifizierten Methoden in das Kontrollverfahren nach EG-Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau (Probenahme, -analytik, -bewertung unter Praxisbedingungen)

Veröffentlichung der Ergebnisse

Die Projektergebnisse werden im Rahmen von Veranstaltungen (z. B. auf der BioFach), in Form von Merkblättern für ausgewählte Zielgruppen sowie als Fachartikel und im Internet unter www.fibl.org veröffentlicht. Unternehmen, die Probenmaterial zur Verfügung stellen, erhalten eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.

Projektpartner