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Legehennen

Allgemeines

Die Biolegehennenhaltung hat sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als vervierfacht. Seit 1997 hat sich die Zahl der Legehennenplätze von 45 000 auf 210 100 Stück erhöht. Ein grosser Teil der Legehennenställe wurde in den voralpinen Futterbaugebieten errichtet. Die meisten Normställe bieten für 500-2000 Legehennen Platz.

Grafik Legehennenplätze
Die Produktion von Bio-Eiern in der Schweiz von 1997 bis 2003. Von 1998 bis 1999 war der Zuwachs der Legenhennenplätze 61 Prozent, doch auch in den vergangenen beiden Jahren lag der Anstieg noch bei 50 Prozent. (Quelle: BIO SUISSE, 2003)

Der momentane Anteil (Stand 2003) von Bio-Eiern am gesamten Konsumeierverbrauch in der Schweiz beträgt neun Prozent, das entspricht 49 Millionen Eiern. Der Import von Bio-Eiern ist gering und geschieht nur zu Verarbeitungszwecken.

Grafik Haltung
Anteile der verschiedenen Produktionstechniken am direkten Verbrauch von Eiern in der Schweiz 2003. Der Anteil der Bio-Eier liegt bei neun Prozent. (Quelle: BLW, 2003)

Die Haltung von Legehennen macht in den meisten Fällen den Zukauf von Futter notwendig und erhöht so die Nährstoffzufuhr in den Betrieb. Bei der Planung sind diese Nährstoffe unbedingt zu berücksichtigen, um eine ausgewogene Nährstoffbilanz für den Betrieb zu erhalten.

Die Biolegehennenhaltung und Biojunghennenaufzucht stellen bezüglich der Fütterung und Haltung hohe Anforderungen. Im Folgenden sind die jeweils wichtigsten Daten aufgeführt:

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Fütterung

Ziele der Fütterung sind:

  1. den Bedarf an Energie und Eiweiss der Legehennen zu decken,
  2. das Bedürfnis der „pickenden“ Futtersuche befriedigen.

Zusammensetzung der Futteranteile

  • etwa 80 Prozent Alleinfutter (Grasmehl, Getreidemischung plus diverse Eiweisskomponenten)
  • etwa 20 Prozent Körner (z.B. Weizen, Mais)

Die Körnermischung wird meistens am Abend im Aussenklimabereich verabreicht.
Als Tränken haben sich Cup- oder Rundtränken bewährt. Die Tiere müssen das Wasser von einer offenen Wasserfläche aufnehmen können (keine Nippeltränken).

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Haltung

  • Die maximale Herdengrösse beträgt 250 Legehennen.
  • In dreidimensionalen Haltungssystemen (Wasser und Futter auf verschiedenen Ebenen) kann die Herdengrösse auf maximal 500 Tiere erhöht werden.
  • Die maximale Anzahl Tiere pro Stalleinheit beträgt 2 000 Legehennen. Falls mehrere Stalleinheiten errichtet werden, müssen diese mindestens einen Abstand von 20 Metern aufweisen. Weideflächen müssen durch zehn Meter breite Korridore getrennt werden.
  • Legehennen haben während des ganzen Tages Zugang zu einem Aussenklimabereich (10 Tiere/m2). Falls es die Witterung zulässt, sollen die Tiere mindestens halbtags auf eine Weide ausgelassen werden (5 m2/Tier).
  • Falls die Aussenklimabereiche dauernd zugänglich sind, können sie als begehbare Fläche angerechnet werden (5 Tiere /m2). Zur begehbaren Fläche zählen alle entmisteten Rostflächen.
  • Pro 100 Legehennen muss ein Sandbad von einem Quadratmeter zur Verfügung stehen.
  • Alle Ställe mit mehr als 450 Legehennen werden bei der Inbetriebnahme auf ihre Tierschutzkonformität durch einen spezialisierten Kontrolleur geprüft.
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Weitere Informationen

Nähere Informationen erhalten Sie über
das Merkblatt „Legehennenauslauf: tiergerecht und nachhaltig „,
die Publikation „Anforderungen an die Auslaufhaltung von Legehennen“,
oder
lassen Sie sich beraten von Klaus Böhler.

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 24.07.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

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Legehenne im Profil, Esther Zeltner, FiBL