Argumente für die bisherige Verwendung von Fleisch-und
Blutmehl als Dünger
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- Die Recyclierung hochwertiger tierischer Eiweisse
über die Düngung entspricht dem Kreislaufdenken des
Biolandbaus.
- Fleisch- und Blutmehl haben sich in der Düngungspraxis
bewährt
- In zahlreichen Labor- und Feldversuchen konnte eine
rasche Mineralisierung nachgewiesen werden, die von
vielen pflanzlichen Abfallstoffen (wie Raps- und Sojaextraktionschrot)
nicht erreicht wird.
- Diese Dünger haben einen doppelt so hohen N-Gehalt
wie vergleichbare Dünger auf pflanzlicher Basis; die
Ausbringung ist dadurch einfacher.
- Obwohl Dünger aus Fleischmehl immer noch viermal teurer
sind als mineralische N-Dünger, sind sie deutlich günstiger
als Dünger pflanzlichen Ursprungs.
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- Vom seuchenhygienischen Aspekt her betrachtet wurde
die Düngung mit Fleisch- und Blutmehl vom BVET in der
Vergangenheit explizit gebilligt und diese Produkte
wurden vom BLW offiziell zugelassen. Gemäss BVET liegen
auch keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse vor,
welche den Einsatz von Fleisch-, Blut- oder Knochenmehl
als Dünger in Frage stellen.
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- Im europäischen Vergleich (ausgenommen England) bestehen
in der Schweiz die weitreichendsten vorbeugenden Massnahmen
gegen BSE (Überwachungsprogramm mit BSE-Test seit 1999;
EU ab 1.1.01), Trennung und Vernichtung risikoreicher
Bestandteile (CH seit 1996; EU seit Oktober 2000)
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- Tierkadaver und die risikoreichen Teile (Hirn, Rückenmark
etc.) wurden bis anhin in der Tiermehlfabrik Bazenheid
verbrannt. Übrige Abfälle von Tieren, die für die menschliche
Ernährung freigegeben wurden in der Centravo, Lyss zu
Fleischmehl verarbeitet und gemäss der Richtlinie 96/44/EG
behandelt (133°C, 3 bar, während mindestens 20 Minuten).
Bei diesem Sterilisierungsverfahren ist eine ausreichende
Inaktivierung des BSE-Erregers wissenschaftlich nachgewiesen
(BVET 2000)
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Welche Bereiche sind betroffen?
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- Biogemüseanbau
- Biojungpflanzenproduktion, Zierpflanzen (Substrate
oft mit Hornprodukten aufgedüngt, Einsatz von Ersatzprodukten
ohne vorherige Tests ist äusserst risikoreich)
- Hobbygarten
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Welche Alternativen stehen zur Verfügung?
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| Nach umfangreicher Versuchstätigkeit
haben sich folgende Handelsdünger für den Bioanbau
bewährt: |
- Bisherige andere N-Dünger: Vinasse (Flüssigdüngung),
Rizinusschrot (Allergiegefahr), Fischguano (Ueberfischung)
- Neue Produkte (auf der Hilfsstoffliste 2002): Dünger
auf Hornbasis (Biorga Stickstoff), Dünger auf pflanzlicher
Basis (Biorga vegi), weitere in der Hilfstoffliste 2002
aufgeführte Produkte dürfen verwendet, es
bestehen aber noch wenig Erfahrungen dazu.
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| Für den viehlosen Bioanbau müssen
mittelfristig neue Konzepte entwickelt werden, z.B.: |
- Düngerproduktion auf dem eigenen Betrieb, auch
überbetrieblich (Leguminosen)
- Gezielter Einsatz Leguminosen-Gründüngung
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