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Stellungnahme aus dem Jahr 2000

Biologische Landwirtschaft – sicher, gesund und ökologisch!

Die biologische Landwirtschaft wächst kontinuierlich und es gibt in der Schweiz bereits über 5300 Betriebe, die nach den biologischen Richtlinien produzieren. Dies hat viel damit zu tun, dass einerseits grosse Verunsicherung über die Gesundheitsrisiken von Nahrungsmitteln herrscht, die Bioprodukte andererseits als gesund, sicher und ökologisch angesehen werden. - Zu Recht, wie wir hier aufzeigen können!

 

Der biologische Landbau verzichtet vollständig auf den Einsatz von GVO (gentechnisch veränderte Organismen) und auf die Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide. GVO sind zunehmend umstritten; Gefährdungen der Umwelt und der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze lassen sich nicht ausschliessen. Es liegt auf der Hand, dass Organisationen wie Gen Suisse und InterNutrition, die sich für die Nutzung von GVO einsetzen, Offensiven starten, um das angeschlagene Image der Gentechnik zu verbessern. Eine Hauptstossrichtung der Gentech-Lobby besteht neuerdings darin, die biologische Landwirtschaft als unsicher und gesundheitsgefährdend darzustellen.

 

Das FiBL nimmt Kritik am inneren Wert und an der Qualität von Bioprodukten sehr ernst. Fachleute des FiBL sind diesen Vorwürfen deshalb nachgegangen und haben für die wichtigsten Bereiche wissenschaftlich fundierte Positionspapiere erarbeitet.
 

Bacillus thuringiensis (Bt) im biologischen Landbau

  • Bacillus thuringiensis (Bt) ist ein Mikroorganismus, der im Biolandbau gegen bestimmte tierische Schädlinge zum Einsatz kommt. Neuere Studien aus den USA und Frankreich deuten nun auf eine potenzielle Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Bt hin. Das FiBL hat die Verdachtsmomente geprüft und bringt die Fakten auf den Tisch: Garantiert keine Gefährdung der Konsumentinnen und Konsumenten, keine Gefährdung der Landwirte bei fachgerechter Anwendung.
    Details siehe unter Bacillus thuringiensis (Bt) im biologischen Landbau
 

Rotenon im biologischen Landbau

Pestizide stehen schon seit längerem im Verdacht, dass sie, nebst anderen gewichtigen Faktoren wie Alter und genetische Veranlagung, ein Risiko für den Ausbruch der parkinsonschen Krankheit darstellen. Die Abklärungen des FiBL belegen, dass eine Gefährdung der Konsumentenschaft unwahrscheinlich ist, da Rotenon im Freiland sehr schnell abgebaut wird und nicht als Rückstand auf Lebensmitteln zurückbleibt. Chemisch-synthetische Pestizide geben zu viel grösserer Sorge Anlass.
Details siehe unter Rotenon im biologischen Landbau

 

Salmonellen im biologischen Landbau

Immer wieder tauchen in den Medien Meldungen über Salmonellen in Eiern, Eierspeisen oder ungenügend gekochten Fleischspeisen auf. Die entsprechenden Produkte müssen vernichtet werden. Salmonellen sind jedoch kein biospezifisches Problem, sondern können in jedem Produktionssystem auftreten. (Selbst die beste Qualitätssicherung in Produktion und Verarbeitung bietet keine absolute Sicherheit).
Details siehe unter  Salmonellen im biologischen Landbau

 

Mykotoxine und Mykotoxin-produzierende Pilze im biologischen Landbau

Mykotoxine sind eine Gruppe von natürlichen, strukturell sehr unterschiedlichen Giftstoffen, die durch Schimmelpilze gebildet werden. Sie kommen regelmässig in Ernteprodukten wie Getreide, ölhaltigen Samen und Früchten vor. Seit einigen Jahren wächst die Erkenntnis, dass Mykotoxine bei Mensch und Tier Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Die Abklärungen des FiBL haben ergeben, dass das Problem nicht spezifisch bei Produkten aus dem Biolandbau auftritt, sondern vor allem auf fehlende Qualitätssicherung in der Produktion und Lagerung zurückzuführen ist.
Details siehe unter Mykotoxine und Mykotoxin-produzierende Pilze im biologischen Landbau

 

Escherichia coli im Biolandbau

Der Bakterienstamm Escherichia coli O157:H7 macht in Nordamerika immer wieder Schlagzeilen im Zusammenhang mit gefährlichen Lebensmittelvergiftungen. In der Schweiz ist dieser Stamm (noch) nicht bekannt. Dennoch melden sich immer wieder Stimmen, die gehäuftes Vorkommen von bakteriellen Verunreinigungen mit dem biologischen Landbau in Verbindung bringen. Nachforschungen des FiBL haben ergeben, dass das Problem nichts mit dem Produktionssystem zu tun hat. Die Ursachen liegen in ungenügender Hygiene im Umgang mit Nahrungsmitteln sowie in mangelhafter Aufbereitung der Gülle.
Details siehe unter E. coli im biologischen Landbau

 
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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 20.10.2005 | Comments: webmaster@fibl.org