Pressemitteilung
FiBL bleibt in Frick
(Frick, 12.11.03) Das Forschungsinstitut für biologischen
Landbau FiBL bleibt in Frick, Kanton Aargau. Von einem Umzug des
ganzen Instituts an die Landwirtschaftliche Schule Schwand in Münsingen,
Kanton Bern, wird abgesehen. Diesen Entscheid fällte der Stiftungsrat,
das oberste FiBL-Gremium, am Mittwoch, 12. November. Das FiBL kauft
die Gebäude in Frick dem Kanton Aargau ab.
Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL bleibt
in Frick und dehnt seine Forschungs- und Beratungstätigkeit
für die Biobäuerinnen und Biobauern in der ganzen Schweiz
aus. Dies teilte der Präsident des Stiftungsrates des FiBL,
Otto Stich, am 12. November unmittelbar nach dem Entscheid des
Stiftungsrates der Presse mit. Dem FiBL-Stiftungsrat gehören
17 Persönlichkeiten aus der ganzen Schweiz an. Zur Diskussion
stand als Alternative zu einem Verbleib in Frick ein Angebot der
Berner Regierung zur Nutzung der Landwirtschaftlichen Schule Schwand
in Münsingen, welche auf 2006 geschlossen werden soll.
Eine Standortbestimmung war notwendig geworden, weil das FiBL seit
dem Bezug der Gebäude und des Forschungsbetriebes in Frick
(1997) sehr erfolgreich gewachsen ist und die Zahl der Wissenschafter
und Beraterinnen mehr als verdoppeln konnte.
Dem Entscheid vorausgegangen waren intensive Diskussionen um die
Ausrichtung der Tätigkeiten des weltweit führenden Bio-Forschungs-
und Beratungsinstituts. „Unsere Forschungslabors sind die
Betriebe der 6500 Schweizer Biobäuerinnen und -bauern“,
meinte FiBL-Direktor Urs Niggli. Das mache die Arbeit des FiBL
praxisbezogen und sehr lösungsorientiert. Im Kanton Bern wären
zwar grössere Gebäude, mehr landwirtschaftliches Land
und grössere Tierbestände für die Tätigkeit
des FiBL zur Verfügung gestanden. Mit einer noch klareren
Ausrichtung auf die on-farm Forschung wurde ein dezentrales Konzept
entwickelt, das auf die Dauer kostengünstiger und flexibler
ist. Durch den Kauf der kantonalen Liegenschaft in Frick erhält
das FiBL den nötigen Spielraum, um bedarfsgerecht zu investieren
und zu wachsen, was für das dynamische und innovative Institut
sehr wichtig ist.
Die beiden Kantone Aargau und Bern setzten sich mit Engagement
und Visionen für das FiBL ein, erklärte Stiftungsratspräsident
Otto Stich mit grosser Dankbarkeit. Beim Entscheid habe neben der
Frage des Forschungskonzeptes auch eine Rolle gespielt, dass ein
Umzug die Abwanderung von kompetenten und erfolgreichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter nach sich gezogen hätte und dass die in den
letzten acht Jahren getätigten hohen Investitionen in eine
moderne Forschungsinfrastruktur verloren gegangen wären.
Sowohl die Berner wie auch die Aargauer Biobauern haben sich im
Vorfeld des Entscheides für das FiBL eingesetzt. Beide kantonalen
Biobauernverbände wurden dabei auch von ihren konventionellen
Bauernverbänden unterstützt. Weil das FiBL in der Forschung,
Beratung und Bildung stark mit allen Biobauern zusammenarbeitet,
wird es trotz Verbleib in Frick jedoch keine Verlierer geben.
FiBL Presseausschuss
Alfred
Schädeli, Tel. dir. 062 865 72 71, Mobil 079 648 09
53,
E-Mail
Thomas
Alföldi, Tel. dir. 062 865 72 31, Mobil 079 226 44
04,
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