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Wie wirken sich Verunreinigungen im Saatgut auf die Reinheit der gesamten Ernte eines Feldes aus?
Dieser Frage geht ein Feldversuch mit Mais nach, der in diesen Tagen von FiBL Mitarbeiterin Bernadette Oehen (siehe Bild) ausgewertet wird.
Bei Verunreinigungen im Saatgut wird meist angenommen, dass die Ernte die gleich hohe Verunreinigung aufweist. Jedoch ist die Auskreuzungsrate abhängig von der Blühsynchronisation der Maissorten, das heisst, ob die Maispflanzen gleichzeitig oder zeitlich versetzt blühen. Das Saatgut des FiBL-Versuchsfeldes besteht aus 99,5% weisskörnigem Mais mit einer kontrollierten Verunreinigung von 0,5% gelbkörnigem Mais. Vom Pollen des gelbkörnigen Maises befruchtete Maiskörner werden gelb, auch auf den weisskörnigen Pflanzen. Der Anteil gelber Maiskörner im Erntegut ergibt folglich den Grad der Verunreinigung im Endprodukt.
Aus den Ergebnissen dieses Versuches erhofft man sich Erkenntnisse über die Folgen von Saatgutverunreinigung durch gentechnisch veränderten Mais. Im vorliegenden Feldversuch wird somit Koexistenz-Forschung ohne Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen durchgeführt.
Das FiBL forscht seit Jahren auf dem Gebiet der Koexistenz und hat sich auch im aktuell ausgeschriebenen Nationalen Forschungsprogramm 59 „Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen" beim Schweizerischen Nationalfonds mit Projektskizzen zum ‚Pollenmonitoring’ und zur ‚Verunreinigung mit gentechnisch veränderten Organismen im Saatgut’ beworben. Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich durchgeführt.
Weitere
Informationen
Kontaktperson am FiBL: Bernadette Oehen
Forschungsbereich Gentechnik/Koexistenz
Bild:
Thomas Alföldi, FiBL
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