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Die Tierhaltung im Biolandbau soll so artgerecht wie möglich sein. Eignet sich die Betriebsstruktur, empfiehlt das FiBL bei der Zuchtsauenhaltung die Gruppenhaltung von säugenden Muttersauen und Ferkeln. „Was der Art entspricht, zeigen uns wildlebende Tiere“, erläutert Barbara Früh von der FiBL-Beratung. „Weibliche Wildschweine ferkeln zwar alleine, aber sie kommt nach zirka einer Woche mit ihren Ferkeln zur Rotte zurück.“ In der Zuchtsauenhaltung ist es bisher hingegen üblich, dass die Muttersauen einige Tage vor der Geburt ihrer Ferkel in den Abferkelstall kommen, wo sie die Ferkel bis zum Absetzen säugen. Danach wird die Sau wieder in die Gruppe integriert, und die Ferkel werden mit anderen Ferkeln zusammengelegt.
Mehr Wohlbefinden, weniger Stress
Bei der Gruppenhaltung werden die Sauen für einen Zeitraum von zwei Wochen nach der Geburt mit ihren Ferkeln einzeln gehalten und dann mit anderen Sauen in so genannten Gruppensäugeställen zusammengelegt. Dies bietet zahlreiche Vorteile: Die Ferkel treffen recht früh auf die Ferkel einer anderen Sau und bis zum Absetzen hat sich eine stabile Gruppe gebildet. Rangkämpfe unter den Sauen können reduziert oder ganz vermieden werden. Bisher gibt es nur wenige wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Gruppensäugen. Im Rahmen einer Forschungsarbeit, die vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau finanziert wird, werden in den Ländern Schweiz (FiBL), Österreich (Veterinärmedizinische Universität Wien) und Deutschland (Beratung Artgerechte Tierhaltung – BAT) je zehn Betriebe auf Produktionskennzahlen und Managementfaktoren untersucht.
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Informationen
Kontaktperson am FiBL: Barbara Früh
Informationen der FiBL-Beratung Schweiz zum Thema Schweine
Bild:
Christel Simantke, Beratung Artgerechte Tierhaltung e. V. (BAT)
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